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Pflege bei Thrombose


24 Stunden Pflege Thrombose

Ein Blutgerinnsel, das ein Gefäß verengt oder sogar ganz verstopft – das verbirgt sich hinter dem Wort „Thrombose“. Kommt es zu einem „Stau“ in den Blutgefäßen, kann das dramatische Folgen haben, denn der ungehindert fließende Blutstrom ist für den Körper (über-)lebenswichtig.

Würde man sämtliche Blutgefäße eines Menschen, von den großen Venen und Arterien bis hin zu den kleinsten, feinsten Kapillaren, aneinander legen, ergäbe das eine Länge von fast 100.000 Kilometern. Das ist mehr als das Zweieinhalbfache des Erdumfangs. Und das Blut ist fix unterwegs: In jeder Minute wird das gesamte Blut eines Menschen einmal durch den gesamten Körper gepumpt.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Blut ungehindert fließen kann, die Blutgefäße also frei von Hindernissen sind. Doch bei einer Thrombose geschieht genau das: Es bildet sich ein sog. Thrombus, ein Blutpfropf, der ein Gefäß verengt oder sogar ganz verstopft.

Inhalt

Arterielle und venöse Thrombosen

Verstopft ein Thrombus eine Arterie, spricht die Medizin von einer arteriellen Thrombose, oft Ursache für einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder einen Beinarterienverschluss.

Thromben in Venen können z. B. das Gehirn betreffen (Sinusvenenthrombose), Arm- oder Schultervenen oder auch den After. Am häufigsten bilden sich Thromben aber in den Beinvenen (Beinvenenthrombose), v. a. in den Unterschenkeln.

Die Beinvenenthrombose

Die Beinvenenthrombose ist die häufigste Thrombose. Sie kann sich als oberflächliche Venenthrombose (OVT) ereignen – hier sind oft Krampfadern betroffen – oder als tiefe Beinvenenthrombose (TVT) – hier bildet sich der Thrombus in den tief im Bein liegenden Venen.

Die Mediziner nutzen für diese beiden Arten von Beinvenenthrombosen auch die Begriffe „Thrombophlebitis“ für die oberflächliche bzw. „Phlebothrombose“ für die tiefe Venenthrombose.

Die tiefe Beinvenenthrombose ist die häufigste Thrombose-Art. Sie macht fast 98 Prozent aller Thrombosen aus.

Die Risikofaktoren

Anfällig für eine tiefe Beinvenenthrombose sind v. a. ältere, bettlägerige Menschen. Aber auch nach längeren Reisen, etwa im Flugzeug oder Auto, können solche Thrombosen auftreten. Die Ursache dafür liegt in der Verlangsamung des Blutstroms. Fehlt die Bewegung, fließt das Blut langsamer und kann leichter verklumpen, also zu Thromben neigen. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht, Nikotin- und Alkoholkonsum und das Geschlecht: Frauen erleiden häufiger eine Thrombose als Männer.

Auch Veränderungen an den Venen (z. B. Entzündungen oder Verletzungen) und Blutgerinnungsstörungen können eine Thrombose begünstigen.

Herzerkrankungen, wie z. B. eine Herzschwäche oder eine Herzmuskelerkrankung, begünstigen ebenfalls das Entstehen einer Thrombose. Und die Mediziner weisen darauf hin, dass Menschen, die bereits einmal eine Thrombose hatten, ein generell höheres Risiko für Thrombosen haben.

Die Symptome

Leider macht sich nicht jede Thrombose bemerkbar. Doch bei den folgenden Symptomen ist ein Arztbesuch unumgänglich:

  • Das Bein fühlt sich schwer an.
  • Ziehende Schmerzen (wie etwa bei einem Muskelkater) im ganzen Bein.
  • Die Haut verfärbt sich an der betroffenen Stelle bläulich bis violett.
  • Das betroffene Bein schwillt an, zunächst an den Knöcheln und dann weiter das Bein hinauf.

Die Diagnose

Eine Thrombose verschwindet nicht von selbst! Unbehandelt kann sie sogar zum Tod führen, wenn der Blutpfropf etwa vom Blutstrom abtransportiert wird und ein Blutgefäß in der Lunge oder im Herzen verstopft.

Dabei kann eine Thrombose in den meisten Fällen gut diagnostiziert und behandelt werden. Der Arzt wird zunächst eine gründliche Befragung und Diagnose durchführen, indem er u. a. das betroffene Bein abtastet und nach dem Schmerzniveau fragt. Eine schnelle und schmerzfreie Ultraschallaufnahme zeigt gut, wie es um die Venen bestellt ist. Sollte diese Aufnahme noch keine konkrete Diagnose ermöglichen, kann eine Phlebografie, eine Röntgendarstellung der Vene, weiteren Aufschluss bringen.

Die Behandlung

Zur (meist ambulanten) Behandlung werden gerinnungshemmende Mittel eingesetzt, die dafür sorgen, dass sich der Pfropf und damit der Stau in der Vene auflöst. Eine zusätzliche Kompressionstherapie, bei der das betroffene Bein von außen mit einem festen Gewebe (etwa in Form eines Strumpfes oder eines Verbandes) erhöht den Druck auf die Venen und fördert den Rückfluss des Blutes in Richtung Herz.

Ebenso wichtig ist auch eine Bewegungstherapie, denn regelmäßige Bewegung sorgt dafür, dass das Blut flott durch den Körper zirkuliert und gar keine Gelegenheit hat, sich zu einem Thrombus zu verklumpen. Auch ausreichendes Trinken hält das Blut flüssig und der Verzicht auf Alkohol oder Nikotin wirkt positiv auf die Gefäße.

Leben mit Thrombose(-Risiko)

Menschen, die eine Thrombose erlitten haben, werden nach dem akuten Ereignis zumeist über längere Zeit Tabletten einnehmen müssen, die die Blutgerinnung herabsetzen und so dessen Fließeigenschaft verbessern. Die regelmäßige Einnahme ist wichtig, wie überhaupt das Wort „regelmäßig“ für Menschen, die durch eine Thrombose gefährdet sind, zum neuen Mantra werden wird:

  • Wurde eine Kompressionstherapie angeordnet, so muss das Tragen z. B. eines Kompressionsstrumpfes auch nach Anweisung (regelmäßig) durchgeführt werden.
  • Getränke (alkoholfrei und kalorienarm) gehören ab sofort zum Alltag. Es darf durchaus mal Kaffee mit Milch und Zucker sein, doch Wasser sollte die Haupttrinkquelle bilden: regelmäßig getrunken, gut über den Tag verteilt (und nicht zu spät vorm dem Schlafengehen).
  • Regelmäßige Bewegung ist unerlässlich.
  • Beim Essen ist es wichtig, regelmäßig Obst, Getreideprodukte (Kartoffeln, Reis) und Gemüse zu essen. „Abwechslungsreich und gesund“ sollte das Motto lauten. Übrigens sind tierische Lebensmittel wie Milch oder Leber durchaus günstig, denn sie enthalten Vitamin K, das die Blutgerinnung günstig beeinflusst. Vitamin K findet sich aber auch in grünem Gemüse, denn allzu viel Fleisch sollte nicht auf dem Teller landen.

Pflege bei Thrombose

Die richtige Therapie, das richtige Essen und Bewegung – darauf kommt es bei einer Thrombose an. V. a. die Bewegung stellt für viele Betroffene ein Problem da. Sie sind oft schon etwas älter, manchmal unsicher auf den Beinen und haben manchmal ein zu wenig Lust, das gemütliche Sofa zu verlassen.

Doch die Gefahr einer weiteren Thrombose lässt sich gerade mit Bewegung gut eindämmen. Ob es nun Sitztanz ist oder Fuß- bzw. Venengymnastik, der regelmäßige Spaziergang oder gar die Sportgruppe – eine überstandene Thrombose ist kein Grund, auf Sport zu verzichten! Früher sahen die Mediziner das anders und rieten bei einer oberflächlichen Thrombose sogar zur Ruhe. Das hat sich inzwischen als falsch herausgestellt, denn regelmäßige Bewegung beeinflusst die Venenpumpe in den Beinen durchaus positiv.

Fuß- oder Venengymnastik können auch jene Menschen ausführen, die aufgrund einer anderen Erkrankung viel oder ständig liegen müssen. Auch im Bett funktioniert die Gymnastik und sorgt dafür, dass die Venen geschmeidig und das Blut flüssig bleibt.

24 Stunden Pflege bei Thrombose

Bei der Betreuung und Pflege von Menschen, die eine Thrombose erlitten haben oder besonders gefährdet sind, kommt es v. a. auf eines an: eine gute Motivation! Und da ist manchmal eine „fremde Person“ viel erfolgreicher als die eigene Partnerin oder der eigene Partner.

Eine 24-Stunden-Pflegekraft bringt – neben ihrer Erfahrung – auch einen besonderen Impuls mit: Sie motiviert dazu, einmal etwas Neues zu versuchen, kann beim Aufstehen helfen, beim Spazierengehen begleiten, bei den Gymnastik-Übungen anspornen und natürlich beim Essen und Trinken für Abwechslung sorgen.

Hier finden Sie mehr zum Thema 24 Stunden Pflege.

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