Betrachtet man die Länder mit dem höchsten Durchschnittsalter, zählt Deutschland weltweit mit zu den Spitzenkandidaten. Mit steigender Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigkeit. Vor allem eine plötzlich eingetretene Pflegesituation bringt viele Herausforderungen und viele Fragen für Angehörige mit sich. Manche sehen sich auf einmal in der Situation, die Betreuung selbst übernehmen zu müssen. Doch worauf muss man sich bei der Betreuung genau einstellen? Durch die langjährige Erfahrung als Pflegevermittler hilft Ihnen SunaCare weiter und fasst im Folgenden 5 Dinge zusammen, die bei der Betreuung besonders wichtig sind.
1. Organisation und Zeitmanagement der Betreuung
Die dauerhafte Pflege eines Angehörigen erfordert in der Regel einen enormen Zeitaufwand und viel Organisation. Aus Mobilitätsgründen muss man meist schon alltägliche Aufgaben im Haushalt, wie Kochen, Reinigen und Einkaufen, übernehmen. Je nach Zustand des Pflegebedürftigen können beispielsweise auch grundpflegerische Tätigkeiten hinzukommen. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Bereitschaft, bei schlechterem Zustand und im Notfall rund um die Uhr verfügbar zu sein. Berufstätige müssen dann mit noch größeren Herausforderungen kämpfen, wenn sie Pflege, den Beruf und die Familie vereinbaren möchten. Neben einem gut strukturiertem Zeitmanagement ist aber auch eine gute Organisation gefragt. Abhängig von den erforderlichen Pflegemaßnahmen werden eine Vielzahl an Pflegehilfsmitteln benötigt. Hierbei macht es Sinn, sich mit der Krankenkasse und Pflegeversicherung in Verbindung zu setzen und dabei auch einen eventuellen Pflegegrad bestimmen zu lassen. Wenn auch medizinische Hilfe notwendig ist, kann ein ambulanter Pflegedienst hinzugezogen werden.
2. Regelmäßiges Trinken
Was in Alten- und Pflegeheimen durch Pflegekräfte sichergestellt wird, kann bei der häuslichen Pflege schnell vergessen werden: Pflegebedürftige zu erinnern, regelmäßig und ausreichend zu trinken. Besonders Demenzerkrankte nehmen häufig die eigenen Grundbedürfnisse nur eingeschränkt wahr, sodass unterschiedliche Gesundheitsrisiken, wie die einer Dehydration oder einer Nierenschwäche, erhöht werden. Aus diesem Grund ist ein wesentlicher Bestandteil der Pflege auch das Erinnern an die Flüssigkeitsaufnahme und die Mahlzeiten. Dies sollte in regelmäßigen Abständen oder sogar zu festgesetzten Zeiten erfolgen.
3. Pflegen heißt nicht bevormunden
Einer der Gründe, weshalb viele Senioren und Pflegebedürftige nicht gerne in ein Heim möchten, ist die Angst, die Eigenständigkeit zu verlieren. Umsorgt zu werden wie ein kleines Kind kann schnell zur Ablehnung und zu Konflikten führen. Pflegende Angehörige sollten behutsam vorgehen und verinnerlichen, dass die pflegende Person trotz Einschränkungen ein erwachsener Mensch ist. Lassen Sie den Pflegebedürftigen so weit wie möglich selbstständig agieren – immer so, dass sie jederzeit eingreifen können.
4. Seelische Pflege
Viele ältere Menschen leiden unter den Folgen der Einsamkeit. Alleine zu leben und niemanden zum Reden zu haben, kann zu seelischen Sorgen führen. Die Nähe zu anderen Menschen und regelmäßige Unterhaltungen sind sehr wichtig. Der pflegende Angehörige sollte dem Betroffenen auch abseits der Pflege Zeit widmen. Gemeinsame Unterhaltungen, Spaziergänge und das Spielen von Gesellschaftsspielen fördern das Wohlbefinden und auch die Gesundheit. Sie wirken sich positiv auf die Pflege aus und können insgesamt die Lebensqualität im Alter verbessern.
5. Auszeit und Pausen gönnen
In jedem Beruf müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Urlaubstage, Pausen und Ruhezeiten eingehalten werden. Wer sich dafür entscheidet die Pflege des Angehörigen zu übernehmen, sollte die Pflege auch als Vollzeitjob betrachten. Zu wenig Schlaf und zu wenig Pausen führen zu unkonzentriertem Verhalten und Reizbarkeit. Hierdurch wird die Gesundheit des Betroffenen gefährdet und auch die eigene kann darunter leiden. Vernachlässigen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse nicht und nehmen Sie sich ab und an eine kleine Auszeit. Für die Zeit Ihrer Abwesenheit kann eine Unterstützungskraft die häusliche Pflege weiter fortsetzen. Hierfür bedarf es einer Anfrage bei der Pflegekasse.
Zusammenfassung
Meist entsteht durch die Betreuung des Pflegebedürftigen eine große Last bei Angehörigen. Man ist schnell überfordert und gereizt. Die Ratschläge von SunaCare können der erste Schritt in die funktionierende Richtung sein. Falls Sie die Zeit und Kraft für die Pflege nicht aufbringen können oder nach einem Versuch merken, dass es Ihnen nicht gelingt, können Sie jederzeit mit SunaCare Kontakt aufnehmen. Wir helfen Ihnen eine passende Pflegekraft zu finden. Lassen Sie sich jetzt ein kostenloses und unverbindliches Angebot von uns erstellen!
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