Verschärfung des Personalnotstands

Personalnotstand in der Altenpflege verschärft sich weiter

Dass die Zustände in der Altenpflege, insbesondere in Seniorenheimen, des Wortes „Pflege“ oft nicht würdig sind, ist weitestgehend bekannt.

Das größte Problem jedoch ergibt sich aus dem mangelnden Willen oder sogar fehlender Kompetenz staatlicher Verantwortungsträger, die eine Verbesserung dieser unhaltbaren Zustände in der Seniorenbetreuung behindern. Es fängt bereits bei der Ausbildung von potenziellen Betreuungskräften an.

So gibt es in Berlin gerade ein einziges Oberstufenzentrum, dass eine klassische duale Ausbildung zum Altenpfleger bzw. zur Altenpflegerinnen anbietet. Den Rest müssen private Berufsschulen stemmen, die vom Staat nur unzureichend finanziell unterstützt werden. Das Resultat ist, dass eine Ausbildung im Bereich der Altenpflege zunehmend unattraktiv für junge Menschen wird. Dabei wollen ohnehin schon wenige Berufsstarter eine Karriere im Pflegedienst beginnen. Dessen Image ist sehr angekratzt, da viele Leute vor allem Tätigkeiten wie Wickeln, Füttern und Waschen mit dem Dienst in der Pflege verbinden. Dabei ist der bedarf riesig: schon jetzt fehlen zigtausende von Pflegekräften. Eine viel beachtete Studie der Bertelsmann Stiftung sagt voraus, dass der Anteil von ambulanter Pflege und auch die Altenpflege zuhause deutlich zunehmen müssten, um ein totales Desaster in Sachen Pflegenotstand zu verhindern.

Die Autoren sind sich einig, dass dazu muss an mehreren Fronten unterstützt werden muss. Zum einen muss wie erwähnt die Ausbildung in der Altenpflege attraktiver gemacht werden, um mehr Nachwuchs für die freien Stellen in den Altenheimen zur Verfügung zu haben. Jedoch wird auch eine deutlich erhöhte Zahl von Pflegekräften in den Seniorenresidenzen nicht dazu führen, dass das gesellschaftliche Problem des Pflegenotstands gelöst ist. Vielmehr muss parallel dazu eine Ausweitung der Betreuung daheim gefördert werden. Denkbar sind hier mehrere Ansätze: bessere und günstigere ambulante Pflegedienste, die die Familien bei der Pflege ihrer geliebten Angehörigen unterstützen.

Auch die 24h Pflege zuhause ist ein wichtiger Faktor. Nach offiziellen Schätzungen gibt es zur Zeit schon ca. 100 000 osteuropäische Pflegekräfte, die in Deutschland Familien bei der Altenbetreuung in den eigenen vier Wänden helfen. Jedoch ist auch diese Form der Pflege mit Vorurteilen behaftet, da viele Menschen wenig über die Form der Altenhilfe wissen. So ist es durch eine EU-Regelung aus dem Jahr 2010 mittlerweile völlig legal, eine über eine Agentur wie Sunacare vermittelte ausländische Pflegekraft zu beschäftigen. Auch was den Preis angeht, kann eine Betreuung zuhause mitunter durchaus günstiger sein als ein Platz im Altenheim. Weitere Informationen rund um das Thema Altenpflege und 24h Betreuung finden Sie auf unserer „Fragen und Antworten“ Seite.

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