Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Zunehmend mehr Menschen in Deutschland sehen sich in der Situation, ihre alternden Angehörigen zu Hause pflegen zu müssen. Mitunter sind die Gebrechen so schwerwiegend, dass die angehenden Senioren auf eine 24 Stunden Pflege angewiesen sind. Die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen aus dem Kreis der Verwandten ist dabei im Regelfall zwar die angenehmste, angesichts der Berufstätigkeit und familiärer Verpflichtungen jedoch nicht immer eine gut funktionierende Lösung. In einer tendenziell älter werdenden Gesellschaft wie der unsrigen, sind die familiäre Pflege und der berufliche Erfolg oftmals nur schwer unter einen Hut zu bekommen. Dies liegt nicht zuletzt am offenen Europa mit seiner Arbeitnehmerfreizügigkeit, die es häufig erfordert, für eine Stelle auch in andere Länder zu ziehen. Zu Eltern oder Großeltern liegen plötzlich hunderte Kilometer, was die Pflege kaum möglich macht.

Vertrauen und gewohnte Umgebung – Der Wunsch nach einer häuslichen Betreuung

Die Bereitschaft, die Doppelbelastung aus Pflege und Arbeit auf sich zu nehmen, ist in Deutschland beispielhaft. Nur rund 30 Prozent der betreffenden Personen werden in speziell eingerichteten Pflegeeinrichtungen betreut. Demnach wird der Großteil der Pflegebedürftigen in den eigenen vier Wänden oder bei den Anverwandten direkt versorgt. Abseits der körperlichen Belastung ist es vor allem die psychische Belastung, die eine Vielzahl der pflegenden Angehörigen zu schaffen macht. Mangelnde freie Zeit für eigene Aktivitäten und Ruhepausen sorgen für starken Stress in der Pflege. Insbesondere bei Familien mit Kindern, deren Elternteile beide berufstätig sind, kommt es zu zeitlichen Engpässen. Eine ausreichende Betreuung ist in diesen Fällen oftmals nicht gewährleistet.

Das Pflegestärkungsgesetz – Mehr Pflegegeld für psychisch Erkrankte

Der Gesetzgeber hat diese Probleme erkannt und erste Gegenmaßnahmen eingeleitet. Im Rahmen des Pflegestärkungsgesetzes gelten bereits seit Anfang dieses Jahres neue Regelungen bezüglich der Betreuung von Pflegebedürftigen, welche die Leistungen der Pflegeversicherung ausweitet. Voraussichtlich im Jahr 2017 wird die nächste und letzte Stufe der Pflegereform umgesetzt. Dabei werden dem Arbeitnehmer im Rahmen der neuen gesetzlichen Regelungen zusätzliche Rechte ausgerufen, welche dazu dienen sollen, die häusliche Pflege zu ermöglichen. Einerseits steht dem Arbeitnehmer nun eine bis zu zehntägige Arbeitsverhinderung zu, in der der Lohn normal fortgezahlt wird. Diese soll dazu genutzt werden, eine akute Pflegesituation zu organisieren. Ein sehr viel weitergehender Schritt ist die Freistellung zur Pflege. Diese erlaubt es dem Arbeitnehmer, bis zu sechs Monate aus dem Job auszusteigen, um einen nahen Angehörigen häuslich zu pflegen. Eine dreimonatige Sonderauszeit zur Begleitung des Angehörigen während der letzten Lebensphase ist ebenfalls vom Gesetzgeber eingeräumt worden.

Zusätzlich wurden die finanziellen Leistungen verbessert, mit denen pflegende Angehörige Pflegekräfte aus Polen oder anderen europäischen Staaten für die häusliche Pflege beauftragen können. Deutsche Vermittler wie SunaCare helfen gerne bei der Vermittlung von passendem Pflegepersonal, damit berufstätige Menschen sicher sein können, dass ihre pflegebedürftigen Angehörigen auch in ihrer Abwesenheit gut versorgt sind.

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