Treppensteigen – als Fitnesstraining auch im Alter eine Option

Der körperlichen Leistungsfähigkeit kommt im Alter für den Erhalt der Lebensqualität und der Autonomie eine hohe Bedeutung zu. Treppensteigen kann eine einfache und effektive Möglichkeit des Trainings und des Erhalts von Muskelkraft darstellen – birgt aber auch gewisse Risiken, die es zu beachten gilt. Unabhängig vom angestrebten Nutzen verdient zunächst die Tatsache Beachtung, dass die Bewältigung verschiedener Treppen unweigerlich zu den täglichen Herausforderungen vieler Senioren gehört. Nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch in der Öffentlichkeit wollen Treppenstufen bewältigt werden und nicht immer ist eine Pflegekraft zur Stelle, die helfend zur Seite steht.

Aktuelle Studien zum Thema kommen dabei jedoch zu scheinbar widersprüchlichen Ergebnissen. Auf der einen Seite werden die positiven Trainingseffekte für das Herz-Kreislauf-System sowie die Koordination und die Muskelkraft beschrieben, auf der anderen Seite wird auf das Gefahrenpotential der Treppe hingewiesen. Beim Treppensteigen treten Stürze mit teilweise weitreichenden Folgen besonders häufig auf. Eindeutig und für alle Senioren geltend lassen sich daher keine Schlussfolgerungen ableiten, ob und wie gut Treppensteigen als Trainingsmethode zum Einsatz kommen kann. In jedem Einzelfall muss stattdessen individuell entschieden werden, inwiefern die körperliche Alltagsaktivität zum Vorteil der älteren Menschen genutzt werden kann.

Chancen und Risiken des Treppensteigens

Ein bedeutsamer Faktor, der unbestreitbar für das Treppensteigen spricht, ist die leichte Umsetzbarkeit im Alltag. Stufen unterschiedlicher Höhe und Anzahl begegnen Senioren im täglichen Leben und können daher sehr einfach in das Trainingsrepertoire integriert werden. Stehen keine körperlichen Beschwerden im Wege, verspricht die Betätigung positive Auswirkungen für den gesamten Körper. Besonders die Beinmuskulatur sowie die Leistungsfähigkeit von Herzen und Lunge werden schon bei wenigen Stufen pro Tag nachgewiesenermaßen deutlich gestärkt. Eine klare Einschränkung der Empfehlung für das Treppensteigen muss allerdings bei vielen Vorerkrankungen oder einem Härtefall gegeben werden. Krankheiten des Bewegungsapparats sowie massive Probleme mit dem Gleichgewicht oder der allgemeinen Leistungsfähigkeit sprechen gegen ein Training an der Treppe. Grundsätzlich sollten auftretende Schmerzen oder Probleme stets ernst genommen werden und im Zweifelsfall zum Abbruch der Betätigung führen. Knieschmerzen beim Treppensteigen erfordern beispielsweise in jedem Fall der ärztlichen Abklärung.

Sicheres und gesundheitsförderndes Treppensteigen

Um von den Vorteilen des Treppensteigens profitieren zu können und das Risiko für Stürze zu verringern, sind einfache Maßnahmen hilfreich. So geben Handläufe auf beiden Seiten der Treppe Sicherheit, rutschhemmende Beläge verhindern das Rutschen und Kanten können mithilfe von Kontraststreifen sichtbar gemacht werden. Wer kurzfristig das Treppensteigen mit Krücken bewältigen muss, sollte besondere Vorsicht walten lassen. Bei dauerhaften Beschwerden bietet schließlich ein Treppenlift eine geeignete Alternative zur Bewältigung der Stufen. Sofern keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, ist das Treppensteigen als Alternative zum Fitnessstudio jedoch insgesamt absolut zu empfehlen.

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