Salmonellen in Altenpflegeheim in Baden-Württemberg

Bei einem Salmonellen-Ausbruch im Baden-Württembergischen Emmendingen sind zwei Senioren ums Leben gekommen. Obwohl das Gesundheitsamt informiert war, versäumten es die Beamten die Heimleitungen der beiden Einrichtungen zu benachrichtigen.
„Ermittelt wird gegen Unbekannt, unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung“ äußerte Ralf Langenbach, Erster Staatsanwalt der Stadt Freiburg i.B. Insgesamt waren in den zwei Pflegeheimen 30 Menschen an den Salmonellen erkrankt. Ob die Krankheitserreger durch einen unwissentlich erkrankten Mitarbeiter oder infizierte Lebensmittel ins Essen kamen ist noch unklar. Das zuständige Sozialministerium mahnt nun im gesamten Bundesland die Heimleitungen die entsprechenden Informationswege zu kontrollieren. Die Einrichtungen müssten das Gesundheitsamt ebenfalls sofort informieren, wenn sie von einer solchen Infektion erfahren würden.

Der gefährliche Erreger

Die Salmonellen-Bakterien sind vor allem im Sommer ein großes Risiko. Schlecht gekühlte Lebensmittel sind schnell davon befallen und können auch bei körperlich völlig gesunden Menschen zum Tod führen. Die Infektion äußert sich über heftiges Erbrechen und starken Durchfall, da der Körper auf diesem Weg versucht die Bakterien auszuscheiden. Bei einer rechtzeitigen Benachrichtigung kann eine zu starke Schwächung des Körpers vermieden werden, sodass keine bleibenden Folgen entstehen.

Lang ersehnte Reformen für die Pflege

Möglicherweise könnte sich die Qualität der Betreuung ab 2017 merklich verbessern. Am 12. August diesen Jahres wurde der Entwurf zum zweiten Pflegestärkungsgesetz (2015) vom Bundeskabinett beschlossen. Zum 1. Januar 2017 wird dieses in Kraft treten. Das angestrebte Ziel ist es dem ansteigenden Pflegebedarf gerecht zu werden. Neu sind vor allem das Begutachtungsverfahren sowie die einzelnen Geldleistungen. So ist beispielsweise der Eigenanteil bei einer stationären Pflege nicht mehr an den jeweiligen Pflegegrad gebunden, sondern wird stattdessen für alle Stufen einheitlich ausfallen. Die Pflegestufen wurden außerdem auf insgesamt fünf erweitert, was dazu führt, dass in Zukunft mehr Pflegebedürftige Leistungen in Anspruch nehmen können. Die jeweilige Zuordnung richtet sich künftig nach der Selbstständigkeit des Einzelnen in seinem Alltag. Ab 2017 gilt somit, dass es für den Pflegegrad keinen Unterschied macht, ob dieser durch physische, psychische oder geistige Erkrankungen bedingt wird. Die Reformierung der Pflege wird durch eine Erhöhung des Betragssatzes der Pflegeversicherung finanziert und steigt damit von 0,2 % auf 2,55 % bzw. 2,8 % für Kinderlose. Den Pflegenden sollen in Zukunft bessere Konditionen für die Arbeitslosen- und Rentenversicherung zugesichert sowie kostenlose Kurse angeboten werden. Auf diese Weise werden Pflegende und Pflegebedürftige wohl gleichermaßen von den Neuerungen profitieren können.

Betreuung & Pflege zu Hause

  • 100% legal
  • über 1.000 zufriedene Kunden
  • 98,4% Weiterempfehlung


Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.