Rente mit 63 – Die Auswirkungen der neuen Rentenreform

Im Ruhestand, so sagt der Volksmund, beginnt der goldene Herbst des Lebens. Nach jahrzehntelangem, fleißigem Schaffen werden nun endlich die Früchte der Arbeit eingeholt. Unter diesem Gesichtspunkt ist es wenig verwunderlich, das einige Senioren mit ihrem arbeitsbefreiten Lebensabend lieber früher als später beginnen möchten und eine Rente mit 63 Jahren anstreben. Doch in Zeiten leerer Rentenkassen und maroder Staatshaushalte hat die Politik einige Hemmschuhe und Barrieren aufgebaut, um eine frühzeitige Arbeitsniederlegung der Senioren zu vermeiden. Zugleich jedoch sollen dauerhaft fleißige Beitragszahler in die Rentenversicherung durch diese nicht diskriminiert oder benachteiligt werden. Für einen ausgewählten Personenkreis ist die Rente ab 63 ohne Abzüge bei den Auszahlungsbeträgen oder anderen Nachteilen möglich.

Das Renteneintrittsalter mit 63 – Nicht von allen gewünscht

Obwohl der Gedanke an einen stressfreien und verpflichtungslosen Ruhestand sehr einladend scheinen mag, schrecken laut verschiedener aktueller Studien viele angehende Rentner davor zurück, bereits mit 63 das Zepter an die jüngere Generation weiterzugeben und ihren Platz in der Arbeitswelt zu räumen. Im Artikel „Berufstätige Rentner – Warum der Begriff “Ruhestand” nicht mehr zutrifft“ wurde bereits über dieses Thema berichtet. Das Fehlen sozialer Kontakte und das Gefühl „gebraucht zu werden“ stehen bei den Senioren als Grund für ihre Arbeitstreue im Alter an vorderster Stelle. Diese Einstellung kommt nicht nur der Staatskasse zugute. Den Studien zur Folge sind Senioren und erfahrene Fachkräfte insbesondere im Mittelstand sehr gerne gesehen. Die Weiterführung der beruflichen Tätigkeit bei reduzierter Arbeitszeit gerät mehr und mehr in Mode.

Die Voraussetzungen für eine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren

Seit der Rentenreform im vergangenen Jahr haben sich die Bestimmungen für eine abschlagsfreie Rentenzahlung verändert. Personen, die volle 45 Jahre in die Kasse eingezahlt haben, können seit dem 1. Juli 2014 mit Vollendung des 63. Lebensjahrs in Rente gehen, ohne finanzielle Benachteiligungen zu befürchten. Für diesen Zeitraum angerechnet werden auch Zeiten kurzfristiger Arbeitslosigkeit. Ausschlaggebend ist dabei der Bezug von ALG I. Auch Zeiten der Pflege werden angerechnet, sofern eine entsprechende Versicherungspflicht bestand. Ebenfalls in die Berechnung eingeschlossen werden Schlechtwetter-, Kurzarbeiter- und Insolvenzgeld sowie Erziehungszeiträume für Kinder bis zum 10. Lebensjahr. Nicht berücksichtigungsfähig hingegen sind Zeiten in denen Arbeitnehmer Fürsorgedienstleistungen wie ALG II erhalten.

Arbeitnehmer, die weniger als 45 Jahre lang einzahlen, müssen, sofern kein triftiger Grund für die Bewilligung einer Frührente vorliegt, mit finanziellen Abzügen bei der monatlichen Rente rechnen. Die Höhe dieser Abzüge ist staatlich festgelegt und beträgt rund 0,3%. Bei einem verfrühten Renteneintritt mit 63 müssen Senioren als mit einem Abzug von bis zu 7,2% monatlich rechnen.

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