Rehabilitationsmaßnahmen nach dem Schlaganfall

Vor einiger Zeit haben wir über den Schlaganfall geschrieben und wie wichtig es für den Betroffenen ist sofort zu reagieren und den Notarzt zu rufen. Heute möchten wir beschreiben, wie die Rehabilitationsmaßnahmen ablaufen, damit der Patient trotzdem möglichst viel selbstständig machen kann.

Nach dem Notruf wird der Patient zuerst in die Klinik verlegt, am besten auf eine darauf spezialisierte Station, der Stroke Unit. Der Betroffene wird dort dann mit Medikamenten behandelt, um die Blutgerinnsel im Gehirn aufzulösen.

Welche Maßnahmen sind notwendig?

Es ist wichtig, dass zügig mit den Maßnahmen begonnen wird. Ist der Patient bei Bewusstsein sollte z.B. sofort mit der logopädischen Behandlung angefangen werden. Der Logopäde trainiert das Schlucken, das oft nach einem Schlaganfall schwer fällt. Damit soll einer Lungenentzündung vorgebeugt werden. Aber auch das Sprechen wird mit Hilfe der Logopädie wieder erlernt, falls es dort durch den Schlaganfall Probleme gibt.

Mit Hilfe der Physiotherapie werden die Gliedmaßen bewegt, die durch den Schlaganfall gelähmt sind. Es ist wichtig, diese wieder bewegen zu können, um gewisse Eigenständigkeit zu erhalten. Durch eine schnelle Behandlung auf der Stroke Unit wird oft verhindert, dass es zu schwerwiegenden Behinderungen kommt.

Bei der Ergotherapie werden ebenfalls einige Bewegungsabläufe erlernt, um den Alltag besser meistern zu können. Ist z.B. die rechte Hand eingeschränkt, werden diese Bewegungsabläufe mit der linken Hand trainiert. Hierzu gehören z.B. auch das Schuhe zu binden oder Haare kämmen.

Der Patient muss die Rehabilitation aber wollen und jeden Tag bis zu 5 Stunden üben, um so wenig bleibende Schäden wie möglich zu haben. Die Übungen müssen mehrmals täglich wiederholt werden, um Erfolg zu haben.

Schlaganfallpatienten kämpfen mit Depressionen

Da viele vor dem Schlaganfall gesund waren und kaum körperliche Einschränkungen hatten, trifft sie der Schlaganfall oft schwer. Viele können mit den Einschränkungen nicht leben und geben sich auf und entwickeln eine Depression. Dies ist bei ca. 30 % der Patienten der Fall. Meistens kommt die Depression erst nach einiger Zeit, wenn die Betroffenen merken wie schwer die Rehabilitation ist. In den meisten Fällen verschreiben die Ärzte aber Antidepressiva, um die Niedergeschlagenheit zu lindern. Die Antidepressiva können aber auch unterstützend wirken, um bestimmte Bewegungsabläufe wieder zu erlernen. Patienten sollten aber nicht nach Schema X trainieren, sondern spezifisch auf ihre Beschwerden eingehen. Hat jemand Probleme mit dem Laufen, muss das Laufen wieder trainiert werden und nicht das Schuhe zubinden. Der Betroffene sollte das üben wollen, was ihm am wichtigsten erscheint, aber trotzdem die anderen Schwierigkeiten nicht vernachlässigen, sondern auch nach der Reha beharrlich trainieren.

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