Polnische Pflegekräfte in Deutschland – gefragt wie nie

Die Nachfrage nach ausländischen Pflegekräften, die in Deutschland arbeiten, ist in den letzten Jahren massiv gestiegen.

In vielen Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten kümmern sich bereits jetzt viele Betreuer mit ausländischen Wurzeln um deutsche Pflegebedürftige und sorgen für einen Ausgleich des Pflegenotstands in Deutschland, wenn auch aktuell der Bedarf nicht gedeckt werden kann. SunaCare möchte im Folgenden erklären, wie woher die ausländischen Pflegekräfte in Deutschland kommen und wo sie tätig sind.

Woher kommen die Pflegekräfte?

Eine Studie des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013 belegt, dass zu dieser Zeit bereits fast 380.000 ausländische Pflegekräfte in der Altenpflege in Deutschland tätig waren. Die Zahlen dürften sich mittlerweile jedoch deutlich erhöht haben. Die Pflegekräfte kommen dabei hauptsächlich aus folgenden Ländern:

  • 76.000 aus Polen
  • 47.000 aus Bosnien und Herzegowina
  • 31.000 aus Kasachstan

Eine große Zahl an Betreuern stammt darüber hinaus aus China und Vietnam. Dennoch kommt das Gros der Betreuungskräfte aus dem osteuropäischen Raum, speziell aus Polen. Die Gründe, weshalb polnische Pflegekräfte in Deutschland arbeiten möchten, sind dabei vielfältig. Zum einen liegt dies an der prekären Arbeitsmarktsituation und den niedrigen Löhnen daheim. Im Gegensatz dazu liegen die Gehälter in Deutschland im Schnitt deutlich über dem durchschnittlichen Monatsgehalt einer Pflegekraft in Polen. Dadurch, dass viele polnische Betreuungskräfte bereits gutes bis sehr gutes Deutsch sprechen und in Deutschland ein akuter Mangel an Altenpflegern besteht, stellt dies eine „Win-Win-Situation“ für beide Seiten dar.

Wo arbeiten die Pflegekräfte aus Polen?

Eine große Zahl polnischer Betreuer arbeitet zusammen mit deutschen Kollegen in Pflegeheimen oder ambulanten Pflegediensten. Deutlich mehr jedoch sind in der häuslichen 24 Stunden Betreuung tätig. So wohnen diese Pflegekräfte im Haushalt einer pflegebedürftigen Person und betreuen diese in Form einer 24stündigen Rufbereitschaft. Tatsächlich ist in diesem Bereich der Anstieg am größten, vor allem auch deshalb, weil die Nachfrage rapide wächst.

Laut Steffen Ritter vom Arbeitgeberverband Pflege, unterstützt der Verband dieses Konzept der Rund-um-die-Uhr-Pflege, da der Bedarf an Fachkräften für ambulante oder Stationäre Pflegedienste aktuell schlicht nicht gedeckt werden kann. Da darunter die Qualität der Pflege leidet und sich die Personalnot auch massiv auf die Kosten für diese Dienste auswirkt, bleibt die Betreuung durch Pflegekräfte aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern oft die einzige Alternative für die Betroffenen.

Der wachsende Bedarf an Pflegekräften aus Polen und anderen Ländern ist also unverkennbar. Da aktuelle Studien davon ausgehen, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland in den nächsten Jahren massiv erhöhen wird, ist diese Entwicklung absolut nachvollziehbar. Eine staatlich geförderte häusliche Pflege durch polnische Betreuungskräfte könnte hier ansetzen und als Alternative zum Pflegeheim den Personalmangel in stationären Einrichtungen ausgleichen.

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