Die Pflege zu Hause bietet dem Pflegeheim gegenüber viele Vorteile.

Pflegeheim vs. Pflege zu Hause – ein Vergleich

Das Thema der richtigen Hilfe für einen pflegebedürftigen Angehörigen ist eine sehr komplexe Fragestellung, die hohe Sensibilität erfordert. Einerseits ist es ein sehr persönliches, individuelles Thema, das andererseits auch von der demografischen Entwicklung in Deutschland beeinflusst wird. Was zeigt ein Vergleich zwischen Pflegeheim und der Pflege zu Hause?

Werfen wir zunächst einen Blick auf die persönliche Komponente. Sie haben ein Familienmitglied, welches altersbedingt nicht mehr für sich selbst sorgen kann und Unterstützung im Alltag benötigt? Ein Angehöriger von Ihnen ist an Demenz erkrankt und in seinem sich stetig verschlechternden Zustand suchen Sie eine Hilfe, die mit Ihren Aufgaben mitwächst. Die also flexibel das Volumen Ihrer Leistungen erhöhen kann, je nachdem was der Zustand Ihres Angehörigen erfordert? Selbstverständlich suchen Sie in solch einer Situation die optimale Pflegeunterstützung für Ihren Angehörigen, denn für viele Menschen ist es heutzutage unmöglich diese Pflege selbst zu leisten.

  • Grundgedanken zum Vergleich Pflegeheim und Pflege zu Hause
  • Schwierige Situation in Pflegeheimen
  • Überlastung durch demografischen Wandel
  • Vorteil von Pflegeheimen: medizinischer Pflege und soziales Zusammenleben
  • Flexible Betreuung durch Pflege zu Hause
  • Individuelle Pflegeleistung gemäß persönlicher Bedürfnissen

Grundgedanken zum Vergleich Pflegeheim und Pflege zu Hause

Einerseits ist es ein enormer zeitlicher Aufwand, einen alternden oder erkrankten Angehörigen dauerhaft zu pflegen. In der Regel erfordert eine intensive Pflege die Aufgabe des Berufes und die hauptsächliche Konzentration auf den Pflegebedürftigen. Nicht jedem ist es möglich, dieses zeitliche Opfer zu erbringen. Des Weiteren kommen dazu noch die physischen und psychischen Belastungen, die mit einer intensiven Pflege einhergehen. Auf der einen Seite müssen Sie eine gewisse Kraft aufbringen können, um Ihr Familienmitglied beispielsweise aus dem Bett zu helfen oder beim Gehen so zu sichern, dass sie nicht fallen können. Andererseits kommt gerade bei Demenzkranken noch eine starke psychische Belastung dazu. Es fällt nicht leicht dem geistigen Verfall einer geliebten Person, der sie so nahestehen, hautnah als pflegende Hilfe rund um die Uhr mit anzusehen. Persönlichkeitsveränderungen und Verlieren des Bezugs zu Ihnen oder der Erinnerung an Sie sind normale Symptome einer fortschreitenden Demenzerkrankung. Häufig fällt es Familienangehörigen leichter, diese Entwicklungen als Besucher zu akzeptieren, anstatt als ständiger, tagtäglicher Begleiter.

Und dennoch möchten Sie natürlich eine persönliche, herzliche Pflege für Ihren Angehörigen, die seinen Bedürfnissen und Nöten genau angepasst ist. Hier kommt die bereits angesprochene allgemeine demografische Entwicklung Deutschlands ins Spiel. Es leben immer mehr ältere Menschen in Deutschland. Dieser Wandel bringt das Bedürfnis von immer mehr Menschen nach Pflege mit sich. Daraus erwächst der Bedarf an mehr Pflegepersonal. Gerade das aber fehlt in vielen Pflegeheimen, wodurch sich eine geringe Anzahl von Pflegern um eine weiter und weiter steigende Zahl von Patienten kümmern muss. Dass dadurch weniger Zeit und Aufmerksamkeit für den Einzelnen übrig bleibt, ist die logische, aber fatale Konsequenz. In diesem Artikel wollen wir für Sie zwei Möglichkeiten zur Unterstützung eines älteren oder erkrankten Pflegebedürftigen mit Ihren Problemen und Vorteilen genauer unter die Lupe nehmen: einerseits die angespannte personelle und infrastrukturelle Situation von Pflegeheimen. Wobei die Pflege dort auch Vorteile bieten kann. Andererseits die individuellere Pflege zu Hause durch eine Pflegekraft aus dem EU-Ausland. In folgenden fünf Kapiteln wollen wir genauer auf Probleme, Vorteile und Wesen der beiden verschiedenen Pflegeformen in einem Pflegeheim oder durch die Pflege zu Hause durch eine Pflegekraft eingehen.

Schwierige Situation in Pflegeheimen

Deutsche Pflegeheime werden von den Medizinischen Diensten der Krankenkassen (MDK) geprüft und mit Schulnoten bewertet. Der bundesdeutsche Durchschnitt dieser Pflegeheim-Noten liegt bei einer exzellenten 1,2 – sehr gut. Gibt es also überhaupt keine Probleme in deutschen Pflegeheimen, wie so oft berichtet wird? Falsch. Denn die MDK-Benotung trägt eher zu weniger als zu mehr Transparenz bei. Schlechte Noten in elementaren Bereichen eines Pflegeheims, wie der pflegerischen und medizinischen Behandlung, können durch leicht erreichbare gute Noten in unwichtigeren Bereichen, zum Beispiel der grafischen Gestaltung des Speiseplans, wieder ausgeglichen werden. Verlässt man sich also nur auf die Gesamtnote eines Pflegeheims, kann man daraus noch nicht schließen, ob man es denn nun mit einem wahrhaft guten Heim zu tun hat oder nicht.

Für wirkliche Erkenntnisse über die pflegerischen und medizinischen Standards eines Pflegeheims müssen die Noten also im Detail ausgewertet werden – und hierbei offenbaren über 60 Prozent aller deutscher Pflegeheime teils gravierende strukturelle, personelle oder fachliche Mängel. Berichte von wundgelegenen oder dehydrierten Senioren sind leider keine Seltenheit. Es fehlt in den meisten Fällen schlichtweg das Personal, um genug Zeit für persönliche und einfühlsame Pflege zu haben. Kommt bei der sowieso viel zu knapp bemessenen Zeit pro Patienten noch ein Notfall dazu, kann Ihrem Angehörigen dann eben vielleicht kein Glas zu trinken angereicht werden oder fällt das notwendige Umdrehen Ihres Familienmitgliedes aus.

Probleme durch demografischen Wandel

Das Problem liegt dabei zumeist nicht in Fahrlässigkeit oder schlechter Führung von Pflegeheimen, sondern in der großen Diskrepanz zwischen ausgebildetem Pflegepersonal und pflegebedürftigen Senioren. Diese Not rührt vom demografischen Wandel in Deutschland her. Seit Jahrzehnten liegt die Geburtsrate zu niedrig, die Lebenserwartung steigt dagegen kontinuierlich an. Diese beiden Entwicklungen führen dazu, dass die deutsche Gesellschaft im Durchschnitt immer älter wird. Ältere Menschen brauchen Pflege, ihre Zahl wächst stetig an. Junge Menschen, die den Beruf der Pflegekraft erlernen könnten, fehlen dagegen. So ist es für Pflegeheime extrem schwer, genug fachliches Personal zu generieren, um der hohen Nachfrage an Pflege gerecht zu werden.

Vorteil von Pflegeheimen: medizinische Pflege und soziales Zusammenleben

Doch in Pflegeheimen ist nicht alles schlecht! Vor allem die Unterbringung eines Familienangehörigen mit einem hohen Bedürfnis nicht nur an Pflege, sondern auch an medizinischer Kontrolle, in einem Pflegeheim kann für alle Seiten die beste Lösung sein. Ihr erkranktes oder altersschwaches Familienmitglied wird rund um die Uhr medizinisch überwacht und im Ernstfall kann schnell erste Hilfe geleistet werden.

Des Weiteren können auch rüstige Rentner, die gerne in sozialen Kontakt treten, von dem Leben in einem Pflegeheim profitieren. Austausch mit anderen Personen im gleichen Lebensabschnitt kann vielen Senioren Freude bereiten. Interessen werden geteilt, Ängste können besprochen werden und der letzte Lebensabschnitt kann gemeinsam mit neuen Freunden oder Bekannten auch außerhalb des gewohnten familiären Kreises verbracht werden.

Flexible Betreuung durch Pflege zu Hause

Der große Vorteil der 24 Stunden Pflege zu Hause ist es, dass Ihr Angehöriger nicht aus seinem vertrauten Umfeld herausgerissen wird. So kann er seinen Lebensabend, auch bei hoher Pflegebedürftigkeit, in seinem oftmals seit Jahrzehnten bewohnten Zuhause verbringen. Die Pflege zu Hause durch eine fachlich ausgebildete Pflegerin aus dem EU-Ausland besticht im Vergleich zu Pflegeheimen durch die große Flexibilität und Individualität der Pflege. Es kann genau auf die Wünsche und Nöte der pflegebedürftigen Person eingegangen werden. Die Aufmerksamkeit der Pflegerin konzentriert sich dabei einzig und allein auf Ihren Angehörigen, jedem Patienten steht sozusagen seine persönliche Unterstützung zur Seite.

Einsatz einer Pflegekraft

Der Einsatz der Pflegekraft kann sich dabei auf die Erledigung der Haushaltsaufgaben, wie das Erledigen der Einkäufe, das Sauberhalten der Wohnung und das Zubereiten der Mahlzeiten, beschränken. Es kann aber auch den Umfang einnehmen, dass bei der Aufrechterhaltung der Körperhygiene, dem Aufstehen und Ankleiden geholfen wird. Je nach den Bedürfnissen Ihres Familienmitglieds ist der Pfleger für ihn oder sie da. Auch in sozialer Hinsicht hat Ihr Angehöriger immer eine helfende Hand bei Spaziergängen und Unternehmungen, sowie ein offenes, interessiertes Ohr an seiner Seite.

Einbindung Pflegedienst

Bei kontinuierlich anfallenden medizinischen Aufgaben kann die Pflege zu Hause mit einem ambulanten Pflegedienst kombiniert werden. Pflegekräften aus dem EU-Ausland ist es gesetzlich untersagt, medizinische Pflege zu leisten, selbst wenn sie in ihrem Heimatland eine medizinische Ausbildung genossen haben. Sollte der Bedarf an medizinischer Pflege über regelmäßige Arztbesuche hinausgehen, empfiehlt sich das Hinzuziehen eines ambulanten Pflegedienstes.

Individuelle Pflegeleistung gemäß persönlicher Bedürfnisse

Ein Beispiel für die hohe Flexibilität und Individualität der Pflege zu Hause ist das Begleiten eines an Demenz erkrankten Senioren. Demenz und Alzheimer sind Krankheiten, die irreversibel sind, sich also nicht heilen lassen. Das heißt, der Zustand des Erkrankten verschlechtert sich unweigerlich immer weiter. Mit der Pflege zu Hause kann Ihr Familienmitglied anfangs bei einfachen Aufgaben des Alltags, die es nicht mehr alleine erledigen kann, unterstützt werden. Nimmt die Erinnerungs- und Orientierungsfähigkeit weiter ab, steht ihm eine jederzeit verfügbare Begleitung bei Spaziergängen oder Arztbesuchen zur Seite. Verschlechtert sich der Zustand des an Demenz Erkrankten weiter und ist es ihm nicht mehr möglich, alleine das Bett zu verlassen, wird die Pflegekraft zur 24-Stunden-Hilfe. Intensive pflegerische Tätigkeiten wie das Wenden im Bett gegen das Wundliegen, Waschen und Unterstützung bei der Toilette sind nur einige Beispiele für den Aufgabenbereich in diesem Stadium der Erkrankung. So steht Ihrem Angehörigen zu jeder Zeit eine genau auf seine Bedürfnisse angepasste Hilfe und eine stete Begleitung zur Seite.

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