Pflegedienste in der Stadt und auf dem Land

Durch den demografischen Wandel wächst der Anteil älterer Deutscher immer mehr. Die Lebenserwartungen steigen, die Geburtenrate ist seit Jahrzehnten konstant niedrig – das lässt das Durchschnittsalter der Deutschen immer weiter in die Höhe steigen. Da gerade ältere Mitmenschen Bedarf an Pflege haben und Unterstützung in Anspruch nehmen, steigt auch die allgemeine Not für Pflegedienst und andere Pflegeeinrichtungen sowie für ausgebildetes Personal in diesem Bereich in Deutschland.

 

pflegedienst

 

Denn nicht immer kann die Pflege eines Seniors von seiner Familie oder engen Freunden verrichtet werden. Fehlende Angehörige, starke Einspannung im Beruf oder große räumliche Distanz machen dies oft unmöglich. Trotzdem soll ein pflegebedürftiger Angehöriger selbstverständlich die bestmögliche Aufmerksamkeit erhalten. Dafür gibt es neben Pflegeheimen eine immer beliebter werdende Variante: die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst. In diesem Artikel erhalten Sie einen Überblick über die Eigenschaften dieser Art der Pflege. Außerdem legen wir Ihnen die teils sehr unterschiedlichen Situationen von ambulanter Pflege im städtischen, beziehungsweise ländlichen Raum dar.

  • Steigender Bedarf an Pflegeleistungen durch demografischen Wandel
  • Grenzen der Kapazitäten von Pflegeheimen
  • Individuelle Pflege durch ambulante Pflegedienste
  • Situation für den Pflegedienst in den größten Städten Deutschlands
  • Ein Fazit

Steigender Bedarf an Pflegeleistungen durch demografischen Wandel

Pflegeinstitute ächzen häufig bereits unter der enormen Belastung durch die schnell wachsende Zahl an pflegebedürftigen Mitbürgern. Der demografische Wandel macht Deutschland im Durchschnitt immer älter. Diese Entwicklung wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht enden, ganz im Gegenteil – die deutsche Gesellschaft wird sich zu einem immer größeren Anteil aus älteren Mitbürgern zusammensetzen. Senioren sind die Bevölkerungsgruppe, die die meiste professionelle Pflege in Anspruch nimmt. In einem frühen Stadium der Pflegebedürftigkeit kann ein Bedarf nach Unterstützung im Alltag durch das Älterwerden und der damit einhergehenden Schwäche und abnehmenden physischen Belastbarkeit auftreten. In diesem Fall wird eine Hilfe für den Haushalt benötigt, die dem Senior bei Alltagstätigkeiten wie dem Einkaufen, Kochen und Sauberhalten der Wohnung zur Hand geht. Schreitet diese Entwicklung weiter voran werden auch pflegerische Tätigkeiten notwendig, wie unter anderem Unterstützung bei der Aufnahme von Essen und Trinken, beim Aufrechterhalten der Körperhygiene und dem Toilettengang. Auch Erkrankungen wie Demenz oder die Alzheimer-Krankheit treten mit großer Mehrheit bei älteren Mitmenschen, die ein Alter von 65 Jahren oder mehr erreicht haben, auf. Auch diese irreversiblen Krankheiten machen Pflege durch eine fachspezifisch ausgebildete Pflegekraft anfangs wünschenswert, im Fortschreiten der Krankheit und ihrer Symptome so gut wie unausweichlich. Doch wie können diese unterschiedlichen Anforderungen an eine Pflegeinstitution, die während des abnehmenden Zustands der allgemeinen Gesundheit oder dem unaufhaltsamen Fortschreiten einer neuronalen Erkrankung, am besten eingefordert werden?

Grenzen der Kapazitäten von Pflegeheimen

Pflegeheime stoßen schon heute an ihre infrastrukturellen und personellen Grenzen. Das bedeutet einerseits mangelt es an Zimmern und Raum für mehr Patienten. Andererseits, und dieses Problem wiegt noch schwerer, fehlen Zehntausende ausgebildeter Fachkräfte für die Pflege von Senioren und Kranken. So haben die angestellten Pflegekräfte für einen Pflegebedürftigen sehr wenig Zeit. Herzlichkeit und Aufmerksamkeit für die Persönlichkeit und Bedürfnisse des Einzelnen bleiben unter diesem großen Zeitdruck zwangsläufig als Erstes auf der Strecke. In extremen, aber leider nicht allzu seltenen, Fällen, wird auch die pflegerische und medizinische Versorgung in Pflegeheimen nur sehr oberflächlich und überstürzt verrichtet. Dabei ist ja gerade die enge Verzahnung von Pflege und stationärer medizinischer Behandlung der große Vorteil eines Pflegeheimes. Hat ein Pflegebedürftiger einen hohen, regelmäßigen Bedarf an medizinischen Untersuchungen und Behandlungen kann er von der Unterbringung in einem Pflegeheim profitieren – wenn er denn ein Heim findet, in dem die Pfleger noch genug Zeit für jeden einzelnen Patienten eingeräumt bekommen, um sich im nahen persönlichen Kontakt um ihn oder sie zu kümmern.

Individuelle Pflege durch ambulante Pflegedienste

Eine individuelle und flexible Alternative bieten dazu ambulante Pflegedienste. Eine große Angst vieler älterer Menschen ist es ihren Lebensabend in einem Pflegeheim verbringen zu müssen, herausgerissen aus ihrem vertrauten Umfeld und einem häufig über Jahrzehnten bewohnten Zuhause. Darüber hinaus stellt der Einzug in ein Pflegeheim nicht nur eine enorme psychische, sondern auch eine nicht zu unterschätzende finanzielle Belastung dar. Kostengünstiger kommt da die häusliche Pflege durch eine Pflegekraft aus dem EU-Ausland. Dabei kommt die Pflegerin zu den Pflegebedürftigen, nicht umgekehrt. So können die Senioren in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben und genießen die ganze Aufmerksamkeit einer persönlichen Pflegekraft. In verschiedenen Pflegepaketen sind unterschiedliche Leistungen gebündelt, so findet sich für jeden Senior die genau für seine Bedürfnisse passende Pflege – von einer Haushaltshilfe, die ihn tatkräftig und sozial unterstützt, bis hin zur 24-Stunden-Pflege, die sämtliche pflegerischen Hilfestellungen vom Ankleiden bis zum Toilettengang übernimmt.

Situation für den Pflegedienst in den großen Städten Deutschlands

Die Situation der Pflegedienste in deutschen Städten ist dabei sehr vielversprechend, von personellen Problemen kann hier wirklich nicht die Rede sein. Vielmehr ist es so, dass sich in den meisten deutschen Großstädten mehrere Pflegedienste um die Gunst der Senioren und Pflegebedürftigen einen Wettbewerb liefern. Dies führt zu hoher Qualität in der Betreuung und Unterstützung der auf Hilfe oder Pflege angewiesenen Personen.

In Frankfurt und Hamburg ist der Konkurrenzkampf von Pflegediensten besonders ausgeprägt. In der Hansestadt liegt der Durchschnitt bei zwei Pflegediensten auf 10.000 Einwohner, in der Mainmetropole konkurrieren sogar 2,5 Pflegedienste pro 10.000 Menschen um das Vertrauen möglicher Pflegebedürftiger. Je 10.000 Einwohner lauten für diese beiden Städte die Patientenzahlen von häuslicher Pflege 165 in Hamburg, beziehungsweise 140 in Frankfurt. Das bedeutet durchschnittlich werben in Hamburg pro 10.000 Einwohner zwei Pflegedienste um die Gunst von 165 möglichen Kunden, in Frankfurt 2,5 Pflegedienste um 140 Pflegebedürftige. Auch in München stellt sich die Situation des Wettbewerbs unter Pflegediensten ähnlich dar. Hier liegt der Schnitt von Pflegediensten pro 10.000 Einwohner mit 1,67 zwar niedriger als in Frankfurt und Hamburg, allerdings befinden sich in diesem Rahmen auch nur 92 Personen in häuslicher Pflege.

Ein Fazit

Was sagen uns diese Zahlen nun konkret über die häusliche Pflege in großen Städten Deutschlands? Zusammengefasst lassen sich zweierlei Dinge festhalten: Erstens ist die Zahl von Pflegebedürftigen pro Pflegedienst durch die vielen Anbieter recht gering. Dies führt dazu, dass sich die Pfleger mit viel Konzentration und Einfühlungsvermögen um den individuellen Patienten kümmern können – eben nicht nur als Fall, sondern als Mensch. Zweitens ist die Konkurrenzsituation ein Segen für die Pflegebedürftigen und deren Familien. Man kann in den großen deutschen Städten das Angebot verschiedener Anbieter vergleichen und das nach den jeweiligen Vorstellungen beste auswählen. Sollte die tatsächliche Qualität der Pflege den Erwartungen nicht entsprechen, kann der Pflegedienstleister einfach gewechselt werden. Dieser Konkurrenzdruck erzeugt den Zwang nach hoher Qualität der Pflege und Fürsorge bei den Pflegediensten und verschafft den Pflegebedürftigen was ihnen zusteht – aufmerksame und professionelle Pflege und Hilfe im Haushalt.

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