MDK – Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) berät die gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Fragen der allgemeinen medizinischen und pflegerischen Versorgung und begutachten im Einzelfall.

Wie der MDK organisiert ist, wie er arbeitet und weitere Hintergrundinfos zum Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen sehen sie in unserem YouTube-Video „MDK Medizinischer Dienst der Krankenversicherungen“:

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen existiert in seiner jetzigen Form seit 1989 und wir von den Landesverbänden der Kranken- und Pflegekassen getragen.

Er ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.  Ziel ist es, Versicherte zu begutachten und dazu beizutragen, dass die Versicherten gemäß ihres Bedarfs Leistungen von ihrer Pflegekasse erhalten.

Der MDK hat im Wesentlichen fünf Tätigkeitsfelder, in denen Gutachter Themen rund um Pflege und Qualitätsstandards beurteilen. Der für uns wichtigste Bereich ist dabei die Pflegebegutachtung.

Wenn ein Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse gestellt wurde, vereinbart der MDK einen Termin und begutachtet inwieweit die versicherte Person pflegebedürftig ist, in welchen Pflegegrad sie eingestuft werden kann und welche Leistungen sie schlussendlich von der Pflegekasse bekommt.

Beim MDK arbeiten Fachleute aus dem Gesundheitswesen wie beispielsweise Ärzte, Pharmazeuten, Pflegefachkräfte oder Medizintechniker. Ungefähr 30 Prozent der Mitarbeiter kommen aus dem Pflegebereich, weitere 30 Prozent sind Assistenzpersonal im medizinischen Bereich, ungefähr 25 Prozent sind Ärzte und die restlichen 10 Prozent besteht aus nichtärztlichem Personal in Gesundheitsberufen, also in Bereichen wie der Verwaltung und Wirtschaftsdiensten.

Der MDK erstellt im Auftrag der Kranken- und Pflegeversicherungen den Grad der Pflegebedürftigkeit bei Versicherten.

Gesetzliche Regelungen für den MDK

Die Aufgaben und die Organisation des Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen sind gesetzlich im SGB V und SGB XI geregelt. Demnach hat der MDK die Aufgabe, die medizinischen und pflegerischen Fragestellungen der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sowie deren Landesorganisationen zu beantworten, damit diese eine leistungsrechtliche Entscheidung treffen können. Die Kranken- und Pflegekassen sind gesetzlich verpflichtet, den MDK bei wichtigen Leistungsentscheidungen mit einer entsprechenden Begutachtung zu beauftragen. Eine Vorlage beimMedizinischen Dienst der Krankenversicherungen erfolgt stets, wenn es nach Art, Schwere, Dauer und Häufigkeit der Erkrankung oder Behinderung erforderlich ist oder die gesetzlichen Bestimmungen des SGB, insbesondere des SGB V, SGB IX und SGB XI eine Begutachtung oder Beratung vorschreiben.

Was bedeutet dies für den Alltag in der Pflege?

Der MDK entscheidet über die Vergabe eines Pflegegrades und damit über die Frage, ob und in welcher Höhe dem Pflegebedürftigen finanzielle Mittel aus der Pflegeversicherung zustehen. Dafür begutachtet der MDK die pflegebedürftige Person in einem persönlichen Besuch. Bei diesem Besuch werden verschiedene Tests durchgeführt. Weiterhin werden der Pflegeperson auch Fragen gestellt.

Das Ergebnis der Begutachtung ist die Vergabe eines Pflegegrades. Es ist daher entscheidend, wie sich die pflegebedürftige Person in diesem persönlichen Termin verhält. Da die meisten älteren Menschen die eigene Pflegebedürftigkeit nicht wahr haben wollen, verhalten sie sich in solchen Terminen meist höchst konzentriert. Sie wollen ein Höchstmaß an Selbständigkeit präsentieren, machen sich deshalb oft schick und sammeln ihre Kräfte um ein möglich eigenständiges Leben darzustellen.

Auf der anderen Seite hat der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen die Interessen der Pflege- und Krankenkassen im Blick und ist bei der Vergabe eines Pflegegrades zunehmend zurückhaltend.

Tatsächlich wird deutlich weniger Pflegebedarf anerkannt und damit auch finanziert, als es dem tatsächlichen Bedarf entspricht.

Lassen Sie sich von unseren Experten zu diesem Thema beraten. Wir bereiten Sie auf diesen Prozess optimal vor.

Optimale Vorbereitung auf die Prüfung

Deshalb ist es wichtig sich auf die Prüfung mit dem Gutachter des MDK gut vorzubereiten. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Erteilung eines Pflegegrades ist, dass die Beeinträchtigung der Selbstständigkeit schon mindestens sechs Monate vorliegt. Um dies zu beweisen ist es sinnvoll ein Pflegetagebuch zu führen, in dem man die verschiedenen Beeinträchtigungen beschreibt, wer wann die pflegebedürftige Person unterstützt hat und welche Art von Unterstützung notwendig ist.

Zusätzlich ist es vorteilhaft die Krankenakte des pflegebedürftigen Versicherten bereitzuhalten, sowie eine Medikamentenliste und eine Auflistung der verschiedenen Pflegepersonen und eventuell eingebundenen Pflegediensten.

Genaue Informationen zu der Vorbereitung des Gutachtens können Sie auch in unserem Video „MDK Prüfung – 7 Tipps zur optimalen Vorbereitung“ :

Jetzt unverbindlich Personalvorschläge anfordern!

  • 1.000 vermittelte Pflegekräfte
  • 100 % legal
  • 98,4 % Weiterempfehlungsindex
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.