Kurzzeitpflege

Die Kurzzeitpflege ist eine zwischenzeitliche Pflege in einer vollstationären Pflegeeinrichtung für maximal vier Wochen im Kalenderjahr. Sie hat sowohl zum Ziel pflegende Angehörige zu entlasten als auch in Not-Situationen eine vorübergehende Lösung zu bieten und Menschen wieder zu befähigen, in ihre gewohnte Umgebung zurückzukehren.

Absolut unabhängig von der Einteilung in Pflegestufen steht die Kurzzeitpflege jedem Pflegebedürftigem zu. Im Unterschied zur Tagespflege werden hier die zu Pflegenden den ganzen Tag betreut. Ein Anrecht haben alle, die für einen gewissen Zeitraum stationäre Hilfe benötigen, etwa um sich nach einem Krankenhausaufenthalt zu rehabilitieren. Einige Pflegeeinrichtungen bieten sogar ein angegliedertes Hotel in dem Angehörige der zu Pflegenden wohnen können.

Die Kurzzeitpflege beinhaltet viele Leistungen. Neben der Unterbringung und Ernährung bieten die Einrichtungen medizinische Betreuung sowie therapeutische und rehabilitierende Maßnahmen. Darüber hinaus wird versucht durch eine Vielzahl an kulturellen Angeboten und Freizeitaktivitäten die Pflegebedürftigen Mitmenschen zu motivieren und davor zu bewahren zu vereinsamen.

 

Kurzzeitpflege und 24 Stunden Betreuung in Deutschland

Die Kurzzeitpflege gibt es in Deutschland in drei gängige Formen. Zum einen angegliedert an eine stationäre Einrichtung: hierbei erfolgt die Unterbringung meist in einem Einzelzimmer. Zum anderen in darauf spezialisierten Kurzzeitpflegeeinrichtungen oder in einem Kurzzeitpflegewohnheim: diese sind meistens in einem Krankenhaus oder eine stationäre Altenpflegeeinrichtung integriert. Darüber hinaus bieten einige Gesundheitszentren heutzutage ebenfalls Kurzzeitpflege an. Die Kurzzeitpflege in Kurkliniken ist ebenfalls möglich, erfordert aber, dass die Unterbringung des zu Pflegenden dadurch notwendig wird, dass die Pflegeperson sich dort zu einer Rehabilitation oder zu einer Maßnahme der medizinischen Vorsorge aufhält.


Die Kosten einer solchen Kurzzeitpflege setzen sich aus mehreren Faktoren zusammen. Zum Einen den Unterbringungskosten, den Investitionskosten und schließlich den Pflegekosten. Die Pflegekosten unterscheiden sich je nach Einrichtung für die man sich entscheidet und werden anhand der in Anspruch genommenen Tage berechnet. Bis zu einem Maximalbetrag von 1.550 Euro im Kalenderjahr und für den Zeitraum von maximal 28 Tagen trägt diese Kosten die Pflegeversicherung. Sollte der Pflegebedürftige Plegestufe 3 haben, reicht dieser Betrag jedoch, je nach Einrichtung, für höchstens 20 Tage, da sich die anfallenden Pflegekosten auch nach der jeweiligen Pflegestufe richten. Den Anteil der Unterbringungskosten, also die Kosten für Verpflegung und Unterkunft, betragen meist um die 30 Euro pro Tag und müssen von dem Pflegebedürftigen selbst gezahlt werden. Die Investitionskosten schließlich betragen pro Tag um die acht Euro und werden genutzt um die Einrichtung Instand zu halten und eventuelle Abschreibungen zu tätigen. Die Investitionskosten können jedoch auf Antrag von der Sozialhilfe übernommen werden. Je nach Einkommen können eventuell auch die anderen Kosten durch die Sozialhilfe übernommen werden. Auf jeden Fall ist es ratsam vor Antritt der Kurzzeitpflege die jeweiligen Leistungen zu beantragen.

Zurzeit gibt es in Deutschland über 8500 Einrichtungen, die Kurzzeitpflege in verschiedenen Formen anbieten. Zu beachten ist auf jeden Fall, dass oberhalb des Betrages, den die Pflegekasse zahlt, alle Kosten durch den Pflegebedürftigen beziehungsweise seiner Angehörigen zu zahlen sind.

Betreuung & Pflege zu Hause

  • 100% legal
  • über 1.000 zufriedene Kunden
  • 98,4% Weiterempfehlung
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.