Konzepte für Senioren mit Behinderung

Es gibt Themen, die selten öffentlich platziert werden. Oftmals stellt sich bei diesen die Frage nach ihrer sozialen Erwünschtheit. In dem Fall von Senioren mit geistiger Behinderung und ihrer Betreuung im Alter jedoch, handelt es sich um eine Thematik, die lange Zeit infolge der historischen Nachwehen der Geschehnisse während des Dritten Reichs nicht präsent war. Anders gesagt – es gab keine bzw. nur eine geringen Anzahl älterer Menschen mit Handicap.


Stand der Dinge

Heute dagegen ist die Tendenz diesbezüglich wieder steigend. Mit dieser Entwicklung wächst auch die Nachfrage nach Betreuungskonzepten für diese spezielle Zielgruppe. Letztere umfasst insbesondere betagte Menschen, die im Hinblick auf ihr Alter aus Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) ausscheiden, ihr Renteneintritt kurz bevorsteht oder diese die Regelaltersgrenze erreicht haben. Die Diakonie Pfingstweid in Tettnang hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Wohn- und Lebensmodelle für Ältere zu konzipieren. Aktuell zählt die Organisation 300 Betreute, davon 68 Personen weiblichen und männlichen Geschlechts, welche über 60 Jahre alt sind. Sogar zwei 93-jährige befinden sich darunter.

So funktioniert die Betreuung

Bei der Konzeptionierung gilt es, als eines der wichtigsten Ziele der Diakonie, stets zu beachten, dass Inklusionsprozesse Berücksichtigung finden. Jeder ältere geistig oder körperlich Behinderte bringt je nach körperlichen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten sowie Interessen andere Bedürfnisse mit. Aufgrund dessen ist die Palette bezüglich der Qualifikationen der Mitarbeiter bunt: vom Heilerziehungspfleger über den Tanz- und Ausdruckstherapeuten bis hin zum Ergotherapeuten sind viele Berufe vertreten. Darüber bleiben die musikalischen und künstlerischen Talente der Angestellten ebenfalls nicht ungenutzt, sondern tragen zu einer vielfältigen Angebotsgestaltung bei. Ob Singen im Chor, Tanzen mit anderen Betreuten oder der intellektuelle Austausch im Rahmen des Literaturzirkels – die infrastrukturelle Beschaffenheit von Pfingstweid bietet der Konzeptionierung einen weiten Rahmen. Sowohl Basis- und Gruppenräume, Gemeinschaftshalle, Kegelbahn, Sinnesgarten oder Kapelle – die Voraussetzungen für eine zielgruppengerechte und vielseitige Betreuung gehandicapter Menschen sind vorhanden.

Die Diakonie

Die Diakonie Pfingstweid selbst ist autonomer Träger der Behindertenhilfe im Umfeld des Bodensees. Dieser lässt sich hinsichtlich seiner Entwicklung nahezu bis ins Jahr 1850 zurückverfolgen. Die Diakonie bietet den etwa 300 Betreuten Wohnung, Arbeit, Freizeit und Leben im Rahmen der Behindertenhilfe. Dabei legt er seine Schwerpunkte auf die Therapie und Begleitung mit Musik, Kunst und Sport. Hinzukommen offene und ambulante Hilfs- bzw. Begleitungsangebote. Neben einem Bioland-Hof betreibt der Standort Pfingstweid zusätzlich den Service „Essen auf Rädern“ für den Ort Tettnang und Umgebung. 200 Mitarbeiter, darunter Heilerzieher, Sozialpädagogen, Arbeitserzieher, Praktikanten und Freiwilligendienstleistende halten den Betrieb in Tettnang, Pfingstweid, Langenargen und Friedrichshafen am Laufen.

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