Einsamkeit im Alter kann schädlich sein. Als Senior können Sie trotzdem Kontakte knüpfen.

Einsamkeit im Alter: Als Senior Kontakte knüpfen

40 Prozent aller Senioren in Deutschland leben alleine. Das soziale Netz bricht im Alter nach und nach weg: man geht in Rente, verliert geliebte Menschen und die gewohnten Rollen verändern sich. Hinzukommt, dass die Mobilität und Flexibilität im Alter nachlassen, und es somit schwerer ist die verbliebenen sozialen Kontakte aufrecht zu erhalten.
Es gibt allerdings Möglichkeiten, soziale Kontakte wiederaufzubauen und zu stärken.

Soziale Kontakte schützen vor Einsamkeit

Selbst wenn man seinen Partner schon verloren hat, können soziale Kontakte helfen vor Einsamkeitsgefühlen zu schützen. Viele Senioren klagen über Einsamkeit. Wissenschaftler der Technischen Universität München haben festgestellt, dass bei diesen Senioren, kein großer Unterschied zwischen dem Anteil an Männern und Frauen herrscht. Auch ergab ihre Studie, dass alleine zu leben nicht unbedingt ein Grund ist sich einsam zu fühlen. Viel mehr führt die Abwesenheit sozialer Kontakte zu erheblichen Einsamkeitsgefühlen. Wenn man noch über ein soziales Netz verfügt, mit dem man sich austauschen kann, empfindet man das Alleinsein also nicht unbedingt als starke Belastung.

Soziale Beziehungen sind für das menschliche Wohlsein sehr wichtig und können langfristig gesehen sogar vor Krankheiten schützen.

Studien zufolge sterben ältere Menschen die keinen Kontakt zu Freunden oder Familie haben auch früher. Das University College in London hat eine Langzeitstudie mit 6500 Frauen und Männern durchgeführt. Die Studie begann im Jahr 2004 mit Menschen im Alter von über 52 Jahren, deren Lebensläufe bis März 2012 von Forschern verfolgt wurden.

Die Forscher fanden heraus, dass das Gefühl von Einsamkeit nicht unbedingt die Lebenserwartung beeinflusst, soziale Isolation hingegen aber zu Krankheiten und eventuellem Tod führen kann.

Die betroffenen Menschen haben ein erhöhtes Risiko Herz-Kreislauferkrankungen, Infektionskrankheiten, Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und Tod zu erleiden. Soziale Isolation wurde auch mit erhöhtem Blutdruck, Problemen mit der Blutgerinnung und mit erhöhten entzündlichen und metabolischen Reaktionen auf Stress in Verbindung gebracht.

Doch was kann man in diesem Fall tun?

Angehörige sollten rücksichtsvoll sein und Fragen stellen. Oft werden die Sorgen kleingeredet und die Aussage „Geh doch einfach mal unter Leute“ bringt nicht wirklich viel.

Man muss sich bewusstwerden, dass Einsamkeit und depressive Phasen nicht unbedingt Dinge sind die etwas mit dem Alter zu tun haben. Es ist zwar schwieriger im höheren Alter neue Kontakte zu knüpfen, allerdings hat sich das Prinzip des Kennenlernens nicht verändert. Es gibt natürlich viele Angebote für Senioren wie zum Beispiel Seniorentreffs oder Clubs, allerdings schreckt das „Senioren-Etikett“ viele ältere Menschen ab.

Ältere Menschen werden jedoch im Laufe der Zeit immer progressiver, denn technologische Neuerungen finden auch in älteren Generationen viel Anklang. In der Zukunft werden schließlich immer mehr und irgendwann alle Senioren technologisch versiert sein. Viele haben mittlerweile einen Internetanschluss und Mobiltelefone, die Bedienung elektronischer Geräte wird immer benutzerfreundlicher. So können auch Senioren ganz einfach Chaträume und soziale Netzwerke besuchen oder von Videotelefonie Gebrauch machen.

Eine gute Idee ist es auch sich in der Nachbarschaft umzugucken, einfach mal über seinen Schatten zu springen und Mitmenschen anzusprechen. Man kann gemeinsame Unternehmungen machen wie beispielsweise spazieren oder essen zu gehen.

Ehrenamtliche Dienste und Intergenerationale WGs

Wenn die Mobilität nachlässt und man nicht mehr oft oder gar nicht das Haus verlassen kann, können auch verschiedene Dienste Abhilfe schaffen.

Beispielsweise gibt es spezielle Besuchsdienste die von vielen Wohlfahrtsverbänden angeboten werden. Ehrenamtliche Helfer besuchen dann ein oder mehrmals die Woche ältere Menschen in ihren Wohnungen. Der Unterschied zu einem Pflegedienst ist, dass diese ehrenamtlichen Helfer speziell dazu dienen, den älteren Menschen Gesellschaft zu leisten, weswegen auf gegenseitige Sympathie viel Wert gelegt wird.

Es gibt auch verschiedene Wohnmodelle für Senioren, auch wenn sie körperlich noch nicht stark beeinträchtigt oder pflegebedürftig sind. Beispielsweise gibt es private Senioren-WGs, in denen man genau wie in jeder anderen WG, mit anderen Menschen zusammenwohnt. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: entweder man wohnt alleinständig mit anderen Senioren zusammen, man wird regelmäßig von einem Pflegedienst betreut oder wohnt in einer intergenerationalen Wohngemeinschaft.

In einer Intergenerationalen Wohngemeinschaft wohnen Menschen verschiedenen Alters zusammen. Beispielsweise bietet eine ältere Frau ein Zimmer in ihrer Wohnung an. Eine Studentin sucht ein günstiges Zimmer und eine liebe Mitbewohnerin mit der sie Zeit verbringen kann. Die Studentin bekommt also ein günstiges Zimmer und kann ihrer älteren Mitbewohnerin unter die Hand greifen, Besorgungen erledigen und sie können gemeinsam Zeit verbringen.

Weiterhin gibt es auch Telefonangebote wie z.B. Silbernetz, ein Art Sorgentelefon für Senioren.

24-Stunden-Betreuung zu Hause

Für pflegebedürftige Menschen die körperlich eingeschränkt sind und nicht viele Möglichkeiten haben Kontakte zu knüpfen oder einfach niemanden zum Zuhören haben, bietet die 24-Stunden-Betreuung zu Hause eine wirklich gute Alternative. Die Betreuungskräfte kümmern sich liebevoll um die pflegebedürftigen Senioren, spielen mit ihnen, unterhalten sich und machen, wenn möglich gemeinsame Aktivitäten. SunaCare vermittelt deshalb polnische Betreuungskräfte die sich nicht nur um den Haushalt kümmern sondern auch älteren Menschen helfen geistig fitter zu bleiben und weiterhin Spaß am Leben zu haben. Informieren Sie sich hier über SunaCare.



Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.