Depressionen im Alter

Die SunaCare – Krankheitsserie

Stimmungstiefs in bestimmten Situationen, etwa nach dem Tod eines geliebten Menschen, kennt jeder. Wenn es aber dauerhaft ist, schlecht drauf zu sein, kann es sein, dass man unter einer Depression leidet.

Ursache

Es gibt mehrere Faktoren, die bei einer Depression oft zusammenspielen. Zum einen gibt es körperliche Auslöser bei dem der Hirnstoffwechsel durcheinander ist. Es gibt Botenstoffe, die immer im Gleichgewicht sein müssen. Zu diesen gehören Serotonin und Noradrenalin, die keine optimale Konzentration mehr aufweisen, sodass der Betroffene schlechte Gefühle entwickelt. Auch schwere körperliche Krankheiten, wie Krebs oder Parkinson, können sich auf die Gemütslage niederschlagen und eine Depression entstehen lassen.

Ein weiterer Auslöser kann Stress sein. Wer ständig unter Stress steht, bekommt Probleme, wie Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit. Das Stresshormon ist erhöht konzentriert und verursacht dadurch Verhaltensänderungen. Leider konnte noch nicht erforscht werden, ob das Ungleichgewicht von den Stresshormonen eine Vererbung ist oder derjenige mit Stress einfach nicht richtig umgehen kann.

Die individuellen Lebensumstände sind ein weiterer Faktor für Depressionen. Ein plötzliches Ereignis, wie der Verlust des geliebten Partners oder der Eintritt in die Rente kann verantwortlich für negative Gefühle sein. Möglicherweise verkraftet der Betroffene diese Ereignisse nicht. Auch wenn es innerhalb der Familie oder dem Freundeskreis viele Konflikte gibt, kann es zu depressiver Stimmung kommen. Ist der Betroffene z.B. extrem ehrgeizig und perfektionistisch kann auch dies zu schlechten Gefühlen führen, aus denen eine Depression entstehen könnte.

Symptome

Der Betroffene leidet unter ständiger Niedergeschlagenheit, Leere und Antriebslosigkeit. Meist fühlt man sich wie gelähmt und leidet unter verschiedenen Problemen, wie Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit. Der Patient ist stets müde und hat oft keine Lust und Kraft sich mit Dingen zu beschäftigen, die früher Freude bereitet haben. Es kommt zu Mutlosigkeit, Ängsten, Energielosigkeit und Selbstzweifel. Zu all diesen negativen Gefühlen kommen häufig noch Magen-, Kopf- oder Rückenschmerzen hinzu. Dem Betroffenen kann schwindelig sein und Schmerzen im Brustbereich haben, wofür es keine organischen Ursachen gibt.

Die Depression unterscheidet sich in zwei Formen, der unipolaren und der bipolaren Form. Die erwähnten Ursachen treffen meist auf die unipolare Form zu, während für die bipolare Form eher eine extreme Aufgekratztheit und Hochstimmung typisch sind. Manchmal mischt sich dies noch mit Gereiztheit und Aggressivität. Die Krankheit kann man an einem erhöhten Redefluss erkennen, der aber sehr wirr und unkonzentriert erscheint. Auch Wahnvorstellungen, wie das Hören von Stimmen, kann ein Symptom für eine Depression sein.

Wenn man bei einem selbst oder bei anderen solche Anzeichen über einen längeren Zeitraum beobachtet, sollte der Gang zum Arzt angeraten werden. Eine rechtzeitige Diagnose unterstützt eine erfolgreiche Behandlung.

Behandlung

In leichten Formen der Depressionen helfen Sport, Entspannung und regelmäßige Gespräche. Eine erfolgreiche Therapie besteht aus einer Behandlung mit Antidepressiva, einer Psychotherapie und therapeutische Maßnahmen, die individuell auf den Betroffenen zugeschnitten sind. Die Behandlung sollte auch personalisiert erfolgen, da nur so die Krankheit erfolgreich besiegt werden kann. Wenn eine Suizidgefahr besteht, ist es ratsam, sich in stationärer Behandlung zu begeben.

Es gibt viele Therapien, die unterstützend wirken, wie z.B. eine Tanz – oder Bewegungstherapie. Der Betroffene soll sich erholen, er soll selbstbewusster sein und in seinem Alltag gekräftigt werden. Dazu gibt es auch Kunsttherapien, Yoga- oder Schwimmkurse. Für Patienten, die sich sozial sehr zurückgezogen haben, kann eine Therapie, die in der Gruppe stattfindet, machen.

Wichtig ist, dass sich eingestanden wird, dass Depression eine Erkrankung ist und dass man regelmäßig die Medikamente nimmt und zur Therapie geht. Informieren Sie sich auch beim Bündnis gegen Depression.

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