Ausgaben für Pflege- und Betreuungsleistungen können von der Steuer abgesetzt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten – je nachdem, um welche Art von Leistungen es sich handelt. Wurden sogenannte „haushaltsnahe Dienstleistungen“ in Anspruch genommen, so sind die Aufwendungen dafür nach § 35a Einkommenssteuergesetz (EStG) steuerlich begünstigt. 20 Prozent der Ausgaben können jährlich abgesetzt werden, höchstens jedoch ein Betrag von 4.000 Euro. Dabei muss es sich allerdings um Arbeitskosten, also etwa Gehälter, handeln. Materialkosten sind nicht absatzfähig. Will man diese Art von Leistungen nach § 35a EStG absetzen, so ist keine Pflegestufe notwendig und auch keine sonstigen offiziellen Nachweise einer Pflegebedürftigkeit oder der Bezug von Leistungen der Pflegeversicherung.

Arbeiten die Betreuerinnen 24 Stunden am Tag?

[p]Nein, das ist weder tatsächlich noch rechtlich möglich! Grundsätzlich gilt das jeweilige Arbeitsrecht des Landes, aus dem die Betreuungskraft entsendet wurde - das bedeutet, dass dortige Arbeitgeber u.a. den Arbeitsvertrag in Übereinstimmung mit dem jeweilig einschlägigen ausländischen Arbeitsrecht gestaltet. Dieser regelt u.a. auch die Arbeitszeiten. Innerhalb Deutschland gilt dann allerdings ergänzend auch das Deutsche Arbeitsrecht - allerdings vor allem in Bezug auf die Mindestanforderungen (insbesondere Höchstarbeitszeiten, Mindestlohn etc.). In der Regel haben die Betreuer ein 40-48 Stunden Arbeitswoche. Da sie zusammen mit der Pflegebedürftige im selben Haushalt leben, sind sie grundsätzlich (z.B. bei Notfällen etc.) jederzeit verfügbar.
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