Braak-Stadien – Verlauf von Alzheimer

Bereits im Jahr 1991 stellte Professor Heiko Braak seine Einteilung des Verlaufs der Alzheimer-Krankheit im Gehirn vor.

Diese wurde 1997 zum internationalen Standard und beschreibt in sechs Stadien den Fortschritt der Veränderungen am Gehirn der Patienten. Braak beschreibt, dass sich die Krankheit schleichend über bis zu 50 Jahre erstreckt und dabei immer mehr Gehirnzellen verkümmern, wodurch es dann zu Einschränkungen z.B. des Gedächtnisses kommt. Durch Beobachtungen konnte festgestellt werden, dass die Veränderungen am Gehirn immer in der gleichen Reihenfolge voranschreiten. Jedoch unterscheiden sich die Erkrankten bei der Heftigkeit der Ausprägung der Veränderungen.


In den Braak-Stadien eins und zwei startet die Krankheit im Temporallappen und breitet sich von dort weiter aus. Der Temporallappen ist für die Orientierung sowie die Sprache zuständig. In den Stadien drei und vier ist das limbische System, zuständig für den Intellekt sowie Emotionen, immer stärker betroffen. Schließlich wird in den Stadien fünf und sechs der Neokortex betroffen. Dieser ist vor allem für die Aufnahme von Sinneseindrücken, die Motorik und Assoziationen zuständig.

Im Verlauf der Krankheit werden zudem drei Stadien des Zustandes der Patienten beschrieben. Während des ersten Stadiums kommt es zu verstärktem Verlust von Spontanität sowie einer gewissen Schläfrigkeit. Schon hier können kleinere Gedächtnisverluste registriert werden, die aber selten als solche wahrgenommen werden. Im zweitem Stadium schreiten diese Symptome voran und beeinträchtigen immer mehr den täglichen Ablauf. Gedächtnisstörungen und Desorientierung gehören hier zu den Symptomen. Im dritten Stadium kommt es dann zu starkem Gedächtnisverlust und Verlust der Körperkoordination. In diesem Stadium merkt man deutlich die Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit, die Erkrankten vergessen oft und können sich nicht immer richtig ausdrücken. Auch erkennen Sie z.B. nahe Verwandte nicht mehr und können unter Umständen nicht mehr alleine essen oder den Toilettengang antreten.

Die Betroffenen können nicht mehr für sich selbst Sorgen und müssen rund um die Uhr betreut werden. Durch frühe Erkennung und Behandlung kann die Ausbreitung von Alzheimer gehemmt, aber jedoch nicht aufgehalten werden. Bei ersten Symptomen sollte schnellstmöglich ein Facharzt konsultiert werden.

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