Durch den Pflegenotstand herrscht Fachkräftemangel und Qualitätsverlust in der Versorgung.

Nehmen Sie sich eine Auszeit von der Pflege

Nachdem wir im Newsbeitrag Reisen im Alter Tipps für eine schöne Reise für Ruheständler gegeben haben, möchten wir aber auch die Angehörigen über die Auszeit von der Pflege informieren.

Wer seine pflegebedürftigen Angehörigen selbst pflegt, weiß wie anstrengend das ist und er ist froh über jede Auszeit, die er kriegen kann. Nur so kann der Pflegende wieder zu Kräften kommen, die er für die aufwendige Pflege dringend benötigt. Viele Angehörigen sind für die Pflegebedürftigen oft auch nachts da, obwohl sie tagsüber arbeiten gehen. Sie kommen dann nach Hause und sind dann für ihre Angehörigen da. Um nicht selbst durch Überlastung krank zu werden, bezuschussen die Pflegekassen den Urlaub von der Pflege oft.

Die älteren Menschen, die gepflegt werden, verstehen oft aber nicht, was der Angehörige leistet. Etwa wenn sie Demenz haben, kommt es oft vor, dass sie dem Pflegenden Vorwürfe machen ihm in Stich zu lassen, wenn dieser sich eine Auszeit gönnt. Aber auch die Pflegenden selbst machen sich Vorwürfe, wenn sie den Angehörigen allein bzw. einer fremden Person überlassen. Viele gönnen sich deshalb keine Pause, obwohl sie bereits mit der häuslichen Pflege überlastet sind.

Verhinderungspflege

Dass die Pflegekassen Zuschüsse bewilligen, wissen die wenigsten und deshalb gönnen sie sich keine Verschnaufpause. Zuschüsse bekommt man z.B. in Form der Verhinderungspflege. Bei der Verhinderungspflege kommt eine andere Pflegekraft ins Haus während der Abwesenheit der sonst betreuenden Person. Die Kasse bezuschusst hierbei pro Jahr bis zu 1.550 Euro. Bedingung hierfür ist aber, dass der Pflegebedürftige schon mehr als 6 Monate zu Hause betreut wird und die Pflegebedürftigkeit auch anerkannt ist. Die Verhinderungspflege wird aber nicht nur zwingend bei einer längeren Abwesenheit des sonstigen Betreuers bezuschusst, sondern auch stunden- oder tageweise.

Kurzzeitpflege

Eine Kurzzeitpflege kann ebenfalls bei der Pflegekasse beantragt werden. Bis zu 4 Wochen im Jahr ist es möglich, den Kranken in eine stationäre Einrichtung unterzubringen, um sich selbst zu erholen. Auch hier würde die Pflegekasse 1.550 Euro im Jahr übernehmen. Die Dauer der Pflegebedürftigkeit spielt hierbei jedoch keine Rolle.

Urlaub mit dem Pflegebedürftigen

Manchmal möchte die pflegende Person den Kranken aber nicht allein zurücklassen und ihn daher mit in den Urlaub nehmen. Auch dies ist möglich. Zahlreiche Reiseveranstalter haben die Bedürfnisse hier erkannt und spezielle Angebote entwickelt. Hierbei wird auch auf den Geldbeutel der Reisenden geachtet und vor allem auf die Barrierefreiheit. Es gibt schon spezielle Pflegehotels oder auch Reisen für Demenzkranke.

Vorher sollte aber in jedem Fall geklärt werden, ob man die benötigte Ruhe im Urlaub mit dem Pflegebedürftigen überhaupt bekommt oder ob dieser eher Probleme mit ungewohnten Umgebungen hat und es dadurch noch schwieriger mit der Pflege wird. Es sollte sicher gestellt sein, dass Profis sich vor Ort um den Kranken kümmern, da sonst kein Erholungseffekt für den Angehörigen eintritt. Mit den Pflegekräften im Hotel muss man die Details im Voraus besprechen, damit dann möglicherweise keine Pflegemittel fehlen oder die Wünsche nicht berücksichtigt werden.

Auch die An- und Abreise sollte vorab ausführlich mit dem Reiseanbieter besprochen werden. Idealerweise organisiert der Reiseveranstalter alles für Sie.

Wenn alles durchgeplant ist, können Sie und Ihre Angehörigen entspannen und neue Kraft tanken, die für eine häusliche Pflege benötigt wird.

Der Verein Urlaub und Pflege e.V. organisiert Reisen für Menschen mit Pflege- und Hilfsbedarf. Dort können Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren.

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