Alzheimer – kein Grund zur Resignation

Dank guter Ernährung und ärztlicher Versorgung können sich viele Menschen über ein langes Leben und einen schönen Lebensabend freuen. Es gibt jedoch Krankheiten, die vor dem demographischen Wandel keinen Halt machen und vor allem im hohen Alter auftreten. Ein Exempel dafür ist die kognitive Erkrankung Alzheimer. Sie wurde im Jahre 1901 von dem deutschen Psychiater und Neuropathologen Alois Alzheimer entdeckt und wird fälschlicherweise oft als Synonym für die Demenz benutzt. Grund hierfür ist, dass circa 60% der Demenzkranken an der Alzheimer Krankheit leiden, welche eine Form der Demenz ist. Jährlich erkranken zwischen 120.000 und 160.000 Menschen neu – doch wie bei vielen anderen Krankheiten hilft auch hier die richtige Vorsorge.

Eine schleichende Veränderung

Die Alzheimer Krankheit ist eine hirnorganische Demenz, welche durch Eiweißablagerungen, Entzündungsprozesse oder Zuckerstoffwechselstörungen im Gehirn hervorgerufen wird. Die Ablagerungen verursachen einen fortschreitenden Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten, führen somit von anfänglicher Vergesslichkeit zu einem hochgradigen, geistigen Abbau. Der Krankheitsverlauf zieht sich meistens über mehrere Jahre hinweg, sodass der Betroffene oftmals nicht in der Lage ist, das Ausmaß seiner Erkrankung zu bewerten.

Angehörige und Betroffene können jedoch zusammen die Beschwerden mildern, indem früh reagiert und vor allem agiert wird: Eine mediterrane Ernährung, Sport und das Erlernen von Neuem sorgen dafür, dass das Gehirn optimal mit den richtigen Nährstoffen versorgt wird, gut durchblutet wird und ständig neue Nervenzellverbindungen geschaffen werden. Mit diesem gesunden Lebensstil kann der Eintritt einer Demenzerkrankung oft verhindert oder zumindest um Jahre verzögert werden.

Im Fall der Fälle

Sollte es dennoch zur Erkrankung kommen, gilt es diese früh zu erkennen. Hier sind besonders die Angehörigen gefragt. Typische Anzeichen sind zum Beispiel: Wiederholung einer immer gleichen Geschichte oder Frage, Vernachlässigung des äußeren Erscheinungsbildes, der unsichere Umgang mit Geld oder das Verlernen vom Umgang mit alltäglichen Gerätschaften (Fernbedienung, Herd, Mikrowelle,…). Ein behutsamer und einfühlsamer Umgang mit dem Betroffenen gibt ihm das Gefühl von Sicherheit, verhindert das Eintreten einer Depression und somit die Beschleunigung des Krankheitsverlaufes. Eine Betreuung durch Dritte ist größtenteils ab dem mittleren Stadium der Demenz nötig und kann Ambulant erfolgen. Stationäre Behandlungen werden im späteren Verlauf der Krankheit jedoch meist unabdingbar.

Neben den nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden (kognitive Forderung und Förderung, Betreuung und intensives Sozialleben) sollte früh mit einer Medikamentenvergabe begonnen werden. Es gibt diverse Medikamente, welche im Frühstadium eine Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit hervorrufen. Eines der bekanntesten und wirksamsten Medikamente ist Reminyl. Es ist aber natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich, welches Medikament am besten wirkt und für den Betroffenen am verträglichsten ist. Schwere Nebenwirkungen werden häufig erst durch starke Medikamente zur Behandlung im Spätstadium hervorgerufen.

Alzheimer ist nach heutigem Forschungsstand nicht heilbar – die Synergie aus Vorsorge in jungen Jahren durch Sport, richtiger Ernährung, kognitiver Forderung und einem aktiven Lebensstil im höheren Alter können jedoch eine Erkrankung verhindern. Dem aktiven Lebensabend steht dann nichts mehr im Wege.

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