Altenpflege zu Hause

In Deutschland werden von den rund 2,63 Millionen Pflegebedürftigen etwa 71% im Rahmen der Altenpflege zu Hause versorgt. In zwei Drittel dieser Fälle übernehmen dabei die Angehörigen die Altenpflege selbst. Ungefähr 616.000 Pflegebedürftigen werden von einem ambulanten Pflegedienst teilweise oder vollständig betreut, und ca. 764.000 Menschen leben in vollstationären Pflegeeinrichtungen.

Es ist also schon längst keine Ausnahme mehr, seinen zu pflegenden Angehörigen auch bei fortgeschrittenem Pflegebedarf zu Hause zu pflegen.

Da Menschen heutzutage älter werden und in der Regel auch geistig und physisch aktiver sind als frühere Senioren, wollen sie meist so lange wie möglich eigenständig und in ihrem eigenen Zuhause leben. Dies kann allerdings in Deutschland mit ambulanten Pflegediensten schnell sehr teuer werden.

Viele Familien in Deutschland nehmen daher zur Altenpflege zu Hause polnische Pflegekräfte in Anspruch. Agenturen vermitteln dabei den Kontakt und beraten zu den Details des Angebots.

Die Altenpflege zu Hause wird immer beliebter

Grundlage für die rechtskonforme Umsetzung ist die EU-Dienstleistungsfreiheit. Diese ermöglicht es allen Unternehmen in der EU ihr Personal für die Erbringung der vereinbarten Leistungen – u.a. der Altenpflege zu Hause – an den sogenannten Erfüllungsort zu entsenden.

Bis heute sind bereits rund 100.000 Pflegerinnen aus den EU-Ländern in deutschen Haushalten tätig und übernehmen dabei eine sehr wichtige Aufgabe der Gesellschaft. Damit ist auch belegt, dass die EU sehr hilfreiche Unterstützungsmöglichkeiten erschaffen hat. Denn mit den regulären und bis dato etablierten Angeboten der Altenpflege, stoßen die regionalen Anbieter bereits an ihre Grenzen.
Ein großer Vorteil dieses Angebots für die Betroffenen ist, dass das Personal direkt in den Haushalt der Pflegeperson einzieht und damit für eine Altenpflege rund um die Uhr und in den eigenen vier Wänden zur Verfügung steht.

Der Name dieser Art von Betreuung deutet fälschlicherweise an, dass die Betreuungskraft 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche arbeitet – dem ist natürlich nicht so. Sie arbeitet regulär 40 bis 48 Stunden in der Woche die je nach Anforderungen des Pflegebedürftigen eingeteilt werden können. Die 24 Stunden beziehen sich hierbei auf die Rufbereitschaft, sprich die Betreuungskraft wohnt mit im Haushalt und ist somit jederzeit verfügbar, gerade in Notfällen.

Pflege in vertrauter Umgebung für den besonderen Wohlfühlfaktor im Alter

In vertrauter Umgebung fühlen sie sich wohler, als alleine in einem Seniorenheim. Die Seniorenpflege im eigenen Zuhause kann dabei verschiedenste Formen annehmen. Am besten ist es natürlich, wenn sich die eigene Familie selbst um einen kümmert. Hierbei werden sie vom Sozialhilfeträger bzw. der gesetzlichen Pflegeversicherung finanziell unterstützt.

Jedoch ist auch zu bedenken, dass sich, unabhängig der finanziellen Hinsicht, viele Schwierigkeiten für denjenigen ergeben, der sich dazu bereit erklärt, die Pflege für ein Familienmitglied zu übernehmen. So ist es beispielsweise nicht möglich nebenbei auf die Arbeit zu gehen, da ein älterer und pflegebedürftiger Mensch früher oder später rund um die Uhr betreut werden sollte. Auch die physische und psychische Belastung ist nicht zu unterschätzen, wenn man bedenkt wie viel Mühe es allein kostet, jemanden aus dem Bett hoch zu helfen oder ihn zu waschen. Findet sich dann aufgrund des hohen Aufwandes, keine Betreuungsperson direkt aus der eigenen Familie, ist man aber nicht sofort gezwungen, die zu pflegende Person ins Altersheim zu stecken.

Viele pflegende Angehörigen plagen sich mit der Frage wie ihre Geliebten am Besten gepflegt und betreut werden können. Oft sind pflegende Angehörige extrem ausgelastet und leiden folglich selbst an physischen oder psychischen Erkrankungen, wenn sie sich keine Auszeit gönnen. Man muss sich nicht schlecht fühlen, wenn man einem geliebten Menschen die bestmögliche Pflege geben will, dies aber selbst nicht schafft.

Da es durch den Pflegenotstand in vielen stationären Einrichtungen zu Engpässen im Personal und der Betreuung kommt, bietet die Pflege zu Hause durch osteuropäische Betreuungskräfte immense Vorteile.

Die pflegebedürftige Person kann in vertrauter Umgebung leben, eine rufbereite Person ist immer im Haushalt und sorgt für Sicherheit. Die Angehörigen können sich entspannen und sich im Endeffekt viel besser um die pflegebedürftige Person kümmern als in einem gestressten Zustand.

Ambulante Altenpflege zu Hause

Altenpflege durch professionelle Pflegedienste in Deutschland wird schnell teuer

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich einen ambulanten Pflegedienst zu beschaffen. Dieser ist zwar nicht 24 Stunden am Tag direkt im Haus des Pflegebedürftigen, kümmert sich jedoch ausreichend um diesen, indem die Betreuungsperson mehrmals täglich vorbeikommt und nebenbei auch jederzeit telefonisch in Kontakt mit dem Patienten steht. Da diese Form von Altenpflege zu Hause, aber sehr kostenintensiv ist und die Anforderungen einer umfassenden Altenpflege zuhause nicht abdeckt, entscheiden sich heutzutage viele Familien für eine Pflegekraft aus Osteuropa.

Es ist schwierig die Kosten für einen ambulanten Pflegedienst im Vorhinein genau zu berechnen da die Kosten von verschiedenen Faktoren abhängt: mit Hilfe eines Punktesystems bewertet der Pflegedienst die nötigen Leistungen, wobei jedes Bundesland einen eigenen Leistungskatalog mit dementsprechend verschiedenen Preisen hat. Wie viel ein Punkt in Euro wert ist, handelt jeder Pflegedienst individuell mit der zuständigen Pflegekasse aus. Also sind die Preise nicht nur von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich, sondern auch von Pflegedienst zu Pflegedienst. Es ist also ratsam vorher viel Recherche zu machen um den Pflegedienst mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis in der Umgebung zu finden.

Mit dem Modell der 24-Stunden-Pflege mit osteuropäischen Betreuungskräften ist es einfacher die Kosten zu berechnen. Einfluss auf die Preise haben die Leistungen die von der Betreuungskraft erbracht werden müssen (nur Haushaltshilfe oder auch Intimpflege) und die Deutschkenntnisse der Betreuungskraft.

Ein Kostenbeispiel für Pflegegrad 2: bei einer 24 Stunden Rufbereitschaft, Hilfe bei der Haushaltsführung und bei der Organisation des Tagesablaufes belaufen sich die monatlichen Kosten für die 24-Stunden-Pflege inklusive Fahrtkosten und abzüglich des Pflegegeldes, anderen Leistungen und Steuervorteilen auf 1274,50€.

Hier finden Sie einen Kostenüberblick für die monatlichen Kosten einer 24h Betreuung mit verschiedenen Pflegegraden.

Vor- und Nachteile der Altenpflege zu Hause

Es gibt verschiedene Form der Altenpflege und sich einen Überlick zu verschaffen ist oft gar nicht so einfach. Alle Alternativen bieten Vor- und Nachteile, doch die Altenpflege zu Hause scheint die attraktivste Lösung zu sein, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Die Altenpflege zu Hause bietet unter anderem folgende Vorteile:

  • Leben im gewohnten Umfeld
  • Tagesabläufe / Gewohnheiten können erhalten bleiben -> die Gesundheit von  pflegebedürftigen Senioren kann schon durch kleinere Veränderungen beeinträchtigt werden
  • Individuellere Betreuung, es kann intensiver auf die persönlichen Bedürfnisse des Pflegebedürftigen eingegangen werden
  • Der Kontakt zu Freunden, Nachbarn und auch der eigenen Familie kann in hohem Maße aufrecht erhalten werden und fördert die Gesundheit
  • Die Kosten sind im Vergleich zu einer vollstationären Pflege oft überschaubarer

Natürlich kommt es zusätzlich darauf an, wie fit die pflegebedürftige Person ist, ob ein ambulanter Pflegedienst eingesetzt werden muss oder nur eine geringfügige Pflege besteht die von Angehörigen durchgeführt werden kann. Bei der Pflege zu Hause durch osteuropäische Betreuungskräfte sollte beispielsweise ein extra Zimmer für die Betreuungskraft vorhanden sein.

Es gibt also auch folgende Nachteile:

  • Je nach Bedarf der pflegebedürftigen Person, muss das Zuhause umgebaut werden um barrierefrei zu sein
  • Organisationsaufwand ist oft höher
  • Bei Pflege durch Angehörige ist die psychische und physische Belastung sehr hoch
  • Bei dementiellen Erkrankungen reicht die Pflege durch Angehörige oft nicht aus
  • Bei einer 24-Stunden-Betreuung muss genug Platz im Zuhause für die Betreuungskraft vorhanden sein

Der Umbau zum Zwecke der Barrierefreiheit einer Wohnung oder eines Hauses ist immer ein Nachteil, bei allen Formen der Altenpflege zu Hause. Da diese Maßnahmen mittlerweile jedoch mit bis zu 4000€ pro Maßnahme von der Pflegekasse gefördert werden, entlastet dass die Betroffenen schon mal sehr.

Die weiteren Nachteile bestehen jedoch nur bei der Altenpflege zu Hause durch Angehörige oder durch einen teuren ambulanten Pflegedienst. Bei der 24-Stunden-Betreuung durch osteuropäische Betreuungskräfte sind die Kosten relativ gering, die Angehörigen werden entlastet und die Betreuungskraft wohnt mit im Haushalt und ist im Notfall immer einsatzbereit. Auch bei pflegebedürftigen Menschen mit dementiellen Erkrankungen bietet die 24-Stunden-Altenpflege eine gute Alternative.

Jetzt unverbindliche Personalvorschläge erhalten

  • 100% legal
  • über 1.000 zufriedene Kunden
  • 98,4% Weiterempfehlung
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.